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Mittwoch, 15 Dezember 2021 09:00

Norwegen: SJ Norge und Jernbanedirektoratet einigen sich zur Verschiebung einzelner Angebotsverbesserungen im Verkehrspaket 2

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Foto Jernbanedirektoratet/Njål Svingheim.

SJ Norge und das Jernbanedirektorat haben sich am 10.12.2021 darauf geeinigt, einige der angekündigten Verbesserungen der Ausschreibungen für die Dovrebanen, Trønderbanen und Rørosbanen zu verschieben. Dies ist auf die verringerte Auslastung der Züge infolge der neuen Maßnahmen zur Infektionskontrolle zurückzuführen.

"Nach der letzten Infektionswelle und der Einführung nationaler Infektionsschutzmaßnahmen ist die Nachfrage nach Zugfahrkarten von einem bereits niedrigen Niveau aus noch einmal zurückgegangen", sagt Hans Kristensen, Direktor für Verträge im Personenverkehr bei der norwegischen Eisenbahndirektion.

Kristensen betont, dass das heutige Angebot fortgesetzt wird und dass es auch auf den meisten Strecken, die im Verkehrsabkommen mit SJ Norge enthalten sind, Verbesserungen geben wird. Er weist auch darauf hin, dass die Direktion in einem ständigen Dialog mit der Bahngesellschaft darüber steht, wann es richtig ist, die Angebote einzuführen, die verabredet wurden.

Die Vereinbarung der norwegischen Eisenbahndirektion mit SJ Norge enthält Optionen für Ausschreibungsverbesserungen.. Diese wurden von der Direktion im Januar 2020 beauftragt, also vor dem Ausbruch von Covid-19. Dem Plan zufolge sollten die neuen Angebote ab dem 12. Dezember dieses Jahres eingeführt werden.

"Vor der letzten Infektionswelle lag die Verkehrsüberlastung auf der Schiene bei etwa 30 Prozent im Vergleich zur Situation vor der Pandemie. Leider hat sich der Rückgang in den letzten Wochen noch verstärkt", wie Kristensen betont.

Dialog über Zusatzvereinbarungen

Während der Pandemie hat die Eisenbahndirektion Zusatzvereinbarungen mit den Bahnen abgeschlossen, die den Bahnen eine Entschädigung für die Aufrechterhaltung des Dienstes trotz geringerer Fahrgastzahlen und Einnahmeausfällen gewährten. Die Vereinbarungen sollen ein angemessenes Bahnangebot in Verbindung mit gesellschaftlich wichtigen Funktionen und der Schülerbeförderung gewährleisten und anschließend auch einen nahezu normalen Verkehr aufrechterhalten. Inzwischen befürwortet die Regierung eine Verlängerung der Zusatzverträge bis März 2022.

"Wir sind jetzt im Dialog mit den Bahngesellschaften über neue Zusatzverträge. In diesen Gesprächen werden auch kostensparende Maßnahmen erörtert, um die Nachhaltigkeit der Verkehrsvereinbarungen zu gewährleisten, einschließlich der Anpassung der Fahrpläne an die Nachfrage nach Zugleistungen", so Kristensen.

Mehr Flexibilität bei der Aufrüstung von Zügen

Wenn nun einzelne Angebotsverbesserungen verschoben werden, wird dies SJ Norge bessere Möglichkeiten geben, geplante Reparaturen und den Einbau neuer Ausrüstungen in den Zügen durchzuführen. Dies gilt zum Beispiel für mobile Verstärker für eine bessere Netzabdeckung.

"Jetzt können die Züge flexibler für Wartungs- und Modernisierungsarbeiten eingesetzt werden, ohne dass der Service für die Fahrgäste beeinträchtigt wird. Außerdem erhält die Bahn dadurch mehr Flexibilität bei der schrittweisen Einführung der neuen Züge auf der Trønder-Strecke. Wie bekannt, verzögert sich die Auslieferung aufgrund von Covid-19. Der erste Zug wurde erst im Oktober 2021 in Betrieb genommen, sechs Monate hinter dem Zeitplan", sagt Hans Kristensen.

Verbesserungen zum 12. Dezember

Dovrebanen:
Oslo S - Trondheim S, Abfahrt 18:02 (Montag-Freitag + Sonntag)
Trondheim S - Oslo S, Abfahrt 10:18 (Montag-Freitag + Sonntag)

Meråkerbanen:
Trondheim S - Storlien, Abfahrt 12:45 (Montag-Sonntag)
Storlien - Trondheim S, Abfahrt 14:41 (Montag-Sonntag)

Trønderbanen:
Steinkjer - Trondheim S - Melhus / Lundamo: Abfahrt 04:31 (Montag-Freitag)
Lundamo/Melhus - Trondheim - Steinkjer: Abfahrt 19:32 (Montag-Freitag)

Nordlandsbanen (Mosjøen-Bodø):
Abfahrt 06:38 ab Mosjøen (neue Abfahrt samstags)
Abfahrt 17:46 Uhr ab Bodø (neue Abfahrt an Samstagen)

Saltenpendelen:
Bodø - Fauske: Abfahrt 08:16 (Montag-Freitag)
Fauske - Bodø: Abfahrt 09:15 (Montag-Freitag)

WKZ, Quelle Jernbanedirektorat

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