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Montag, 03 Januar 2022 09:00

Tschechien: Správa železnic hat den ersten Teil der geänderten Verkehrs- und Signalisierungsverordnung D1 genehmigt.

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Foto Správa železnic.

Am ersten Juli des neuen Jahres tritt die geänderte Verkehrs- und Signalisierungsverordnung D1 der Eisenbahnverwaltung Správa železnic in Kraft, nach der der Verkehr auf den meisten Eisenbahnstrecken in der Tschechischen Republik geregelt wird.

Die geänderte Verordnung wurde bereits vom Generaldirektor der Eisenbahnverwaltung genehmigt und veröffentlicht. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres können sich die zuständigen Mitarbeiter des Eisenbahninfrastrukturbetreibers und der Beförderer damit vertraut machen.

"Der veröffentlichte erste Teil der geänderten Verordnung regelt den Betrieb des Eisenbahnverkehrs auf Strecken, die nicht mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgerüstet sind und von Správa železnic betrieben werden", sagt Jiří Svoboda, Generaldirektor der Eisenbahnverwaltung.

Die Änderung enthält auch einige Bestimmungen, die sich aus dem Wunsch ergeben, einheitliche Bedingungen für den Betrieb und die Verwaltung des Verkehrs in der gesamten Europäischen Union zu gewährleisten. Konkret wurden die Bestimmungen der "Durchführungsverordnung (EU) 2019/773 der Kommission - über eine technische Spezifikation für die Interoperabilität des Teilsystems Betrieb und Verkehrssteuerung des Eisenbahnsystems in der Europäischen Union" im ersten Teil von SŽ D1 umgesetzt.

Dazu gehören beispielsweise die Anpassung der Fahrbedingungen an die Sichtverhältnisse, Mängel bei der Markierung des Zuganfangs oder die Kommunikation zwischen dem Personal des Eisenbahnverkehrsunternehmens und den Lokführern.

Mit dem Inkrafttreten der geänderten Verordnung werden sich unter anderem einige wichtige Bestimmungen ändern. Dazu gehören die folgenden Änderungen:

• alle Hauptsignale, die mit einem rot-weiß gestreiften Markierungsstreifen gekennzeichnet sind, erhalten ein absolutes Haltesignal (an diesem Hauptsignal mit Haltesignal darf der Triebfahrzeugführer die Fahrt nur auf Anweisung des Fahrdienstleiters fortsetzen)
• Information der Triebfahrzeugführer über Änderungen der baulichen und technischen Parameter der Strecke
• Sicherung von Fahrzeugen gegen Wegrollen
• Unterlassen des Rangierens mittels Reißen
• Annullierung einer Fahrt mit einem nicht angekuppelten Fahrzeug zu und von der Rückseite eines Gleisanschlusses mit einem abzweigenden Gleis
• Änderung des Wortlauts der schriftlichen Anordnung für das Fahren bei schlechten Witterungsverhältnissen
• Aufhebung bestimmter Signale

WKZ, Martin Kubík, Joachim Piephans, Quelle Správa železnic

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