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Freitag, 07 Januar 2022 09:00

Tschechien: Správa železnic hat Verträge über Planungsarbeiten für die VRT Moravská brána abgeschlossen

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Fotos Správa železnic.

Die tschechische Eisenbahnverwaltung Správa železnic hat Verträge zur Vorbereitung der Unterlagen für den Planfeststellungsbeschluss (dokumentací pro územní rozhodnutí, DÚR) der Hochgeschwindigkeitsstrecken Moravská brána I. und II. abgeschlossen. Die Planer werden auch Unterlagen für das UVP-Verfahren erstellen.

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In den Unterlagen werden der genaue Trassenverlauf, die Bautechnik oder Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt in der Nähe der VRT festgelegt. Sie ermöglicht auch die Vorbereitung auf die Regelung der Eigentumsrechte.

Die Ausschreibung für die VRT Moravská brána I zwischen Prosenice und Hranice na Moravě wurde an das Konsortium aus AFRY CZ, AF-Infrastructure und SAGASTA vergeben. Die Planungsarbeiten für den Abschnitt Hranice na Moravě - Ostrava-Svinov, der als VRT Moravská brána II bezeichnet wird, werden von dem Firmenverbund MORAVIA CONSULT Olomouc, SUDOP BRNO und METROPROJEKT Praha durchgeführt.

Die Eisenbahnverwaltung vergab beide Aufträge nach der Best-Value-Methode, die sich durch den gesamten Beschaffungsprozess zieht. Dieser Ansatz unterstreicht die Kompetenz, Qualität und Unabhängigkeit der Lieferanten.

Auf dem ersten, etwa 20 Kilometer langen Abschnitt wird in Prosenice ein Traktionsunterwerk gebaut, das die Stromversorgung für den Zugbetrieb sicherstellt. Am Bahnhof Hranice na Moravě wird außerdem ein Anschluss an das bestehende Schienennetz realisiert. Die Auftragnehmer werden auch eine DÚR für eine umfassende Modernisierung dieses Bahnhofs ausarbeiten.

Die Planer des Abschnitts Moravská brána II der VRT werden neben der DÚR für die Strecke selbst auch einen Anschluss an die bestehende Infrastruktur in Richtung des Bahnhofs Ostrava-Vítkovice vorbereiten. Innerhalb des Geländes wird ein Wartungsstützpunkt errichtet, um beide Abschnitte der Hochgeschwindigkeitsbahn zu warten. Die Länge des zweiten Abschnitts der Strecke wird etwa 45 km betragen.

Die Höchstgeschwindigkeit der Züge auf der VRT Moravská brána wird 320 km/h betragen. Die neue Strecke dient ausschließlich dem Personenverkehr und entlastet einen der meistbefahrenen Güterverkehrskorridore des Landes. Ein Teil des Personenfernverkehrs, der derzeit auf der Hauptstrecke zwischen Ostrava, Přerov, Břeclav und der Hauptstadt abgewickelt wird, wird auf die VRT umgestellt. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke kann aber auch dem Regionalverkehr in den Regionen Olmütz und Mährisch-Schlesien zugute kommen. Neue Verbindungen innerhalb integrierter Systeme können die frei werdenden Kapazitäten des Korridors nutzen.

WKZ, Quelle Správa železnic

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