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Freitag, 07 Januar 2022 10:32

Kroatien/Serbien/Slowenien: Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Zugverkehrs Beograd - Zagreb - Ljubljana

Der Fernverkehr über die Grenze Šid (Serbien) - Tovarnik (Kroatien) soll nach einer langen Pause ab dem Frühjahr dieses Jahres wieder aufgenommen werden. Es handelt sich um die Strecke Beograd - Šid (Serbien) - Tovarnik (Kroatien) - Vinkovci - Zagreb - Sutla (Kroatien) - Dobava (Slowenien) - Ljubljana, und die Züge würden drei- oder viermal pro Woche verkehren, mit einer Nachtlinie, die für Geschäftsleute, die nach Slowenien reisen, geeignet ist, sagte der Dekan der Fakultät für Verkehrswesen in Belgrad, Nebojša Bojović gegenüber Vecernji Novosti.

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Grafik WKZ.

Der Preis der Fahrkarte beträgt etwa 20 EUR in eine Richtung. Am Anfang wird eine Pilotlinie eingerichtet, die dauerhaft werden würde, für die es die in Serbien die notwendige Eisenbahninfrastruktur von Ruma nach Šid noch verbessert werden müsste, um die Geschwindigkeit der Züge zu erhöhen.

"Es gibt bereits eine Trasse von Belgrad nach Ljubljana im europäischen Fahrplan, sie muss nur noch aktiviert werden", sagte Bojović.

Beamte der serbischen Eisenbahnen sind an dem Projekt beteiligt, und es fanden mehrere Treffen mit Kollegen aus den Nachbarländern statt. Auch europäische Institute, die sich mit Eisenbahnen und Verkehr befassen, werden in die Arbeiten einbezogen, um eine schnellere Realisierung zu ermöglichen.

"Wir hoffen, dass im ersten Quartal 2022 eine Verbindung nach Ljubljana eingerichtet wird, später nach Villach in Österreich und eine weitere bis Mitte des Jahres", sagte Bojović.

Er fügte hinzu, dass im Jahr 2023 zwei weitere tägliche Linien auf der gleichen Strecke erwartet werden, eine mit einer Verlängerung von Ljubljana nach Zürich und die andere nach Ljubljana als Geschäftszug.

"Es ist wahrscheinlich gut, mindestens zwei Garnituren zu leihen, die von zwei verschiedenen Stromquellen gespeist werden können, um den Austausch von Lokomotiven aufgrund des Übergangs zu Gleichstrom in Slowenien zu vermeiden", erklärte Bojovic und merkte an, dass der Austausch von Lokomotiven die Situation verkompliziert und verhindert, dass sie eingesetzt werden können.

Hans-Jürgen Schulz, WKZ, Quelle Vecernji Novosti

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