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Freitag, 14 Januar 2022 13:07

Österreich: ÖBB-ROLA erreicht 10-Jahres Höchstmenge am Brenner

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Fotos ÖBB/Gasser-Mair, ÖBB/Mühlanger.

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) hat mit der Rollenden Landstraße auf der Brennerachse im Vorjahr ein starkes Ergebnis eingefahren. Über 160.000 Lkw im Jahr 2021 bedeuten ein Zehn-Jahres-Hoch. Die ROLA hat indes Potenzial, um mehr Lkw aufzunehmen und damit die Bevölkerung noch stärker zu entlasten.

Das abgelaufene Jahr 2021 war ein erfolgreiches für die Rollende Landstraße (ROLA) der ÖBB Rail Cargo Group (RCG). Denn im Vorjahr hat die ROLA als rasches Verlagerungsinstrument für Lkw auf ihrer Fahrt durch Tirol nicht nur die Einbußen in der Corona-Pandemie wieder aufgeholt, sondern darüber hinaus im Zehnjahresvergleich eine starke Performance gezeigt. Auf der Brennerachse mit den beiden Verbindungen Wörgl-Brenner und Wörgl-Trento hat die RCG vergangenen Jahr 2021 über 160.000 Lkw transportiert. Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren, mehr waren es zuletzt 2011. Gleichzeitig konnte auch der Anteil der ROLA im Vergleich zum gesamten Transitverkehr in Tirol gesteigert werden. Damit liegt der Zuwachs der transportierten Lkw über die ROLA deutlich über dem Zuwachs der Lkw, die den Brenner über die Straße transitiert haben.

Wichtiger Beitrag für die Transitverlagerung und Klimaschutz

Generell hat die ROLA im Jahr 2021 eine sehr gute Performance hingelegt. Auf allen ROLA Verbindungen (Wörgl – Brennero / Brenner; Wörgl – Trento und Wels - Maribor) zusammen wurden 2021 insgesamt 29 % mehr Lkw transportiert als im Vergleichsjahr 2020. Gleichzeitig wurden auch die Jahre 2018 und 2019 übertroffen. Insgesamt nutzten im abgelaufenen Jahr mehr als 187.000 Lkw eine der ROLA-Verbindungen der ÖBB und trugen damit zur Transitverlagerung und zum Klimaschutz bei. Jede ROLA Fahrt Wörgl–Brenner beispielsweise ist 35-mal umweltfreundlicher als eine Fahrt auf der Straße.

Unkomplizierte Nutzung, schnelle Verlagerung

Dank der ROLA können komplette Lkw Teilstrecken ihrer Route über die umweltfreundliche Bahn zurücklegen. Die ÖBB sind ein verlässlicher und kompetenter Partner des Landes Tirol bei der Verlagerung des Lkw-Verkehres von der Straße auf die Schiene. Damit leistet die ÖBB-Güterverkehrstochter einen enorm wichtigen Beitrag zur Entlastung der Bevölkerung und der Umwelt in dieser sensiblen, vom Transit geplagten Alpenregion.

Achse Wörgl – Brenner gut frequentiert

Der überwiegende Anteil bei der Lkw-Beförderung auf der ROLA konzentriert sich nach wie vor auf die Achse Wörgl – Brenner und retour. Hier stehen rund 20 Rundläufe pro Tag für das Transportgewerbe zur Verfügung. Trotz der steigenden Tendenz gibt es ausreichend Kapazitäten, welche bei Bedarf weiter ausgebaut werden können Die RCG empfiehlt zur Vermeidung von Wartezeiten eine Vorabbuchung unter: rola.railcargo.com (Anfrage & Buchen).

Zahlreiche Vorteile für die Nutzer: innen

Die Mitarbeiter: innen des Transportgewerbes können während der ROLA Fahrtzeit die gesetzliche Lenk- und Ruhezeit in Bewegung am Zug verbringen. Ein weiterer Vorteil für die Anrainerinnen und Anrainer entlang der Bahnstrecke besteht darin, dass sämtliche ROLA-Niederflurwagen bereits mit Scheibenbremsen ausgestattet und daher lärmarm unterwegs sind. Auch die restliche in Österreich in Betrieb befindliche Güterwagenflotte von ÖBB Rail Cargo Group wird bis Ende dieses Jahres vollständig auf leisen Bremssohlen unterwegs sein. Eine bedeutende Änderung für Tirol werden überdies die sogenannten „Quieter Routes“ bringen, die ab 2024 EU-weit eingeführt werden. Ab 2024 müssen alle auf diesen Strecken verkehrenden Güterwagen „leise“ sein. In Tirol wird die Schienenstrecke Kufstein-Brenner zu einer „Quiet Route“, was de facto einem Bann „lauter“ Güterzugwagen in Tirol gleichkommt. Die geforderten Maßnahmen werden etwa eine Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke im Güterverkehr bringen.

Die COVID-19: Gesundheit und Sicherheit an oberster Stelle

Die Rail Carrgo Group sorgt im Rahmen der strikten COVID Maßnahmen, wie FFP2 Maskenpficht, Ausgabe von Masken bei Bedarf, Desinfektion der wichtigsten Kontaktstellen im Begleitwagen nach jeder Zugwende und Überwachung des Belegungsgrads im Begleitwagen für die Sicherheit der Lkw Fahrer: innen.

Pressemeldung ÖBB

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