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Donnerstag, 20 Januar 2022 12:30

Frankreich/Großbritannien: Einnahmen 2021 im Personenverkehr gesunken, Güterverkehr teilweise verschont

Für den Kanaltunnelbetreiber Getlink spiegelt der Umsatz 2021 die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf den Personenverkehr wider, während der Frachtverkehr davon teilweise verschont blieb. 2021 beliefen sich die Einnahmen auf 774,4 Millionen Euro, was bei konstantem Wechselkurs einem Rückgang von 6 % gegenüber 2020 entspricht.

Yann Leriche, CEO der Gruppe, sagte: "2021 war ein Jahr der Gegensätze. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe wurde natürlich von den Auswirkungen der Krise und den Reisebeschränkungen, die das ganze Jahr über anhielten, beeinträchtigt. Unser Marktanteil im Passagierverkehr war jedoch noch nie so hoch, und die Bereitschaft der Kunden, unsere Dienste in Anspruch zu nehmen, hat sich jedes Mal bestätigt, wenn die Grenzübergangsbeschränkungen gelockert wurden. Die Stärkung der Leistung von Europorte und das Erreichen der Meilensteine des ElecLink-Projekts sind weitere positive Elemente. Durch die Verbesserung unserer Agilität und die Anpassung unserer Arbeitsorganisation ist es der Gruppe gelungen, ihren Status als Marktführer auf ihren Märkten zu behaupten."

Einnahmen

• Eurotunnel
Mit 644,2 Millionen Euro im Jahr 2021 sanken die Einnahmen von Eurotunnel bei konstantem Wechselkurs um 9 %. Die Einnahmen aus dem Shuttle-Verkehr gingen im Vergleich zu 2020 um 10 % auf 476,6 Mio. € zurück, was auf den Rückgang des Verkehrsaufkommens aufgrund der Covid-19-Krise und der Reisebeschränkungen zurückzuführen ist. Die Einnahmen aus dem Schienennetz verringerten sich um 6 % auf 155,5 Mio. Euro, da die britische und die europäische Regierung aufgrund von Gesundheitsschutzmaßnahmen einen starken Rückgang der Zugfahrten verzeichneten.

• Europorte
Die Einnahmen von Europorte stiegen im Jahr 2021 um 6 %, was auf die Aufnahme neuer nationaler und internationaler Verkehre zurückzuführen ist.

Verkehr

Die Vorteile des Tunnels, nämlich seine gesundheitliche Unbedenklichkeit, seine Zuverlässigkeit, seine Geschwindigkeit, seine Frequenz und seine Umweltfreundlichkeit, werden von unseren Kunden nach wie vor sehr geschätzt.

• Shuttle-Dienste
Lkw-Shuttleverkehr: Le Shuttle Freight beförderte im Jahr 2021 fast 1,4 Millionen Lkw und bestätigte damit seine Position als Marktführer mit einem Marktanteil von 39,1 % in diesem Jahr.
Passagier-Shuttles: Das Passagieraufkommen ging um 32 % zurück, was vor allem auf die Covid-Krise und die Reisebeschränkungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Kontinentaleuropa zurückzuführen ist. Das Verkehrsaufkommen ist jedoch weiterhin höher als bei den Wettbewerbern, was auf die Vorteile des Shuttle-Verkehrs zurückzuführen ist, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit gegenüber Covid. Im Jahr 2021 überquerten mehr als 960.000 Personenfahrzeuge den Ärmelkanal mit Le Shuttle. Mit einem Marktanteil von 74,0 % im Jahr 2021, d.h. einer Steigerung um 4 Prozentpunkte, übertrifft Le Shuttle den Markt deutlich und bestätigt seine Stellung als Marktführer im Kanalverkehr.

• Eisenbahnnetz
Hochgeschwindigkeits-Personenzüge: Der Eurostar verzeichnete im Gesamtjahr einen Rückgang des Verkehrsaufkommens um 35 %, was auf die Reisebeschränkungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Kontinentaleuropa zurückzuführen ist. Mit der vorübergehenden Lockerung der Beschränkungen im vierten Quartal kehrte sich dieser Trend jedoch um. In dieser Zeit beförderte der Eurostar mehr als 990 000 Fahrgäste (das sind mehr als 60 % seines Verkehrsaufkommens in diesem Jahr).
Der Schienengüterverkehr über den Ärmelkanal ist im Jahr 2021 um 5 % zurückgegangen.

WKZ, Quelle Getlink

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