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Dienstag, 25 Januar 2022 09:00

Frankreich: Nachträglicher Erfolg für Bombardier - 100% Francilien-Züge auf der Linie J

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Fotos Bombardier.

Derzeit wird die von Transilien SNCF betriebene Strecke Paris - Gisors der Linie J zu 100 % mit Francilien-Zügen (Nouvelle Automotrice Transilien, NAT, SNCF Z 50000) bedient. Diese neuen Züge sind Teil des Masterplans zur Erneuerung des rollenden Materials auf allen Linien der Île-de-France, der von Île-de-France Mobilités beschlossen und finanziert wird.

Der Francilien bringt echten Reisekomfort mit: Breite Sitze, Fußbodenheizung und eine leistungsfähige Klimaanlage im Sommer, Zen-Beleuchtung, große Fenster, die das natürliche Licht hereinlassen. Der Francilien bietet 15 % mehr Platz. Diese sogenannten "Boa"-Züge ("Schlange") sind so konzipiert, dass man sie ungehindert von einem Ende zum anderen durchqueren kann, um mit einem Blick einen Platz zu finden und/oder um nützliche Informationen für die Weiterfahrt zu erhalten. Der Zug entspricht den neuen Normen und ist sowohl außen als auch innen leiser. Die Züge wurden so konzipiert, dass sie möglichst wenig Energie verbrauchen, und bestehen zu 90 % aus recycelbaren Materialien.

Die völlig offene Konfiguration des Francilien ermöglicht es jedem, zu sehen, was um ihn herum passiert, und sicherzustellen, dass er gesehen wird. Sie erzeugt ein starkes Gefühl der Sicherheit. Die Boa-Konfiguration vereinfacht auch die Arbeit der Teams der Bahnpolizei und der Mediatoren. Die Züge sind an Bord mit Videokameras für den Videoschutz ausgestattet, die an Bord aufgezeichnet werden.

Der Francilien ist ein sogenannter "kommunizierender" Zug. Er wurde konzipiert, um den Erwartungen der Kunden hinsichtlich der Fahrgastinformation gerecht zu werden. Er ist mit großen Informationsbildschirmen an Bord ausgestattet und verbreitet die Informationen in Echtzeit. Auf den verschiedenen Informationsbildschirmen werden die Verbindungen des Zuges angezeigt. Sowohl in normalen als auch in gestörten Situationen ist das Betriebszentrum in der Lage, konjunkturelle Informationen direkt auf den Bildschirmen zu verbreiten. Der Zugführer und der PIVIF (Poste Information Voyageur Île-de-France, Posten Fahrgastinformation Île-de-France) ist ebenfalls in der Lage, vorab aufgezeichnete Durchsagen auszulösen oder sich bei Bedarf zu Wort zu melden.

Der Francilien (NAT) ist ein Zug, der speziell für das von Transilien SNCF betriebene Netz entwickelt wurde, von Alstom Crespin (ehemals Bombardier) gebaut und zu 100 % von Île-de-France Mobilités finanziert, werden 20 Francilien-Züge für einen Betrag von 200 Mio. EUR für diesen Teil der Linie J bis Gisors verkehren. 11 neue Bahnhöfe jenseits von Pontoise werden nun vollständig mit Francilien bedient: Osny, Boissy l'Aillerie, Montgeroult Courcelles, Us, Santeuil Le Perchay, Chars, La Villetertre, Liancourt Saint-Pierre, Chaumont en Vexin, Trie Château und Gisors. 100 % der Linie J6 werden nun von Menschen aus der Region Franciliens bedient, was fast 120 000 Fahrgästen pro Tag entspricht.

WKZ, Quelle SNCF

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