Niederlande: Abrissgenehmigung für Eisenbahnbrücke in Maastricht liegt auf Eis


Fotos ProRail/Aron Nijs.
ProRail hat in enger Abstimmung mit der Gemeinde Maastricht beschlossen, den Antrag auf Abrissgenehmigung für die Eisenbahnbrücke in Maastricht zurückzustellen.
Die Gemeinde und ProRail wollen zunächst eine kurzfristige administrative Sitzung mit den anderen beteiligten Partnern, dem Ministerium für Infrastruktur und Umwelt und der Generaldirektion für öffentliche Arbeiten und Wasserwirtschaft, abhalten, um die verschiedenen Aufgaben im Zusammenhang mit der Zukunft der Brücke zu erörtern.
Bei dieser Konsultation geht es unter anderem um den Denkmalstatus der Brücke, die seit 2018 keine Eisenbahnfunktion mehr hat, sowie um die nautische Sicherheit und Hochwasserschutzmaßnahmen. Nach einer angemessenen Abwägung der verschiedenen Interessen und einer Analyse der Alternativen entscheiden alle beteiligten Partner gemeinsam über den nächsten Schritt.
Hintergrundinformationen
Die Provinz Limburg und die Stadt Maastricht arbeiten seit 2004 mit verschiedenen Partnern an einer Initiative für eine Straßenbahnverbindung zwischen Flandern und Maastricht (Spartacus). Dafür möchten sie einen Teil des Gütergleises nutzen, das jetzt von Lanaken zur Eisenbahnbrücke und zum Bahnhof Maastricht führt. Die Straßenbahnlinie wird dann vor der Maas in Richtung Stadtzentrum abzweigen, wobei ein Gleisabschnitt zwischen der Straßenbahnabzweigung, der Eisenbahnbrücke und dem Bahnhof verbleibt.
2017 stellten die Gemeinde und die Provinz beim Ministerium einen Antrag auf Herausnahme des Gütergleises aus der Haupteisenbahninfrastruktur. Seit 2012 wurde er nicht mehr von Güterzügen befahren.
Das Ministerium beauftragte daraufhin ProRail mit der Untersuchung dieser Optionen. 2018 beauftragte das Ministerium ProRail mit der Vorbereitung des Abbaus und der Verlegung des Gütergleises. Dabei wurde versucht, die Interessen anderer Parteien im Zusammenhang mit der nautischen Sicherheit und der Aufgabe, Raum für die Maas zu schaffen, so weit wie möglich zu berücksichtigen.
WKZ, Jules Draaijers, Quelle Pro Rail




