

Die private italienische Eisenbahngesellschaft für Hochgeschwindigkeitszüge, die als Nuovo Trasporto Viaggiatori SpA (NTV) vor 12 Jahre lang gegründet wurde, hat ihren Namen in Italo SpA geändert und bereitet sich mit einem neuen Verwaltungsrat auf den Börsengang vor, der im Februar in Mailand stattfinden soll.

Bilanz 2017
Unter dem Vorsitz von Luca Cordero di Montezemolo, genehmigte der alte Verwaltungsrat am 18.01.17 den vom Geschäftsführer Flavio Cattaneo vorgelegten Jahresabschluss per 31. Dezember 2017. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 454,9 Mio. Euro (+24,8 % gegenüber dem Vorjahr), das bereinigte EBITDA (ohne außerordentliche Aufwendungen) erreichte 155,7 Mio. (+ 64,0 %). Nach Abzug der Abschreibungen belief sich das Ebit auf 112,6 Mio. (+80,3 %). Nach Abzug der durch die Refinanzierung ausgelösten Finanzaufwendungen hat sich das EBT mit 54,4 Mio. stabilisiert (+13,3 %). Das Nettoergebnis beträgt 33,8 Mio. Euro gegenüber 32,7 Mio Euro im Vorjahr. Der Nettovermögensstatus sank auf 443,0 Mio. Euro (-17,7%). Im Jahr 2017 beförderte Italo 12,8 Millionen Passagiere (+15,3%).
Neuer Verwaltungsrat zum Börsengang
Die Gesellschafterversammlung (L'Assemblea degli Azionisti) hat am 19.01.18 den neuen Verwaltungsrat (Consiglio di Amministrazione) bestimmt. Der neue Verwaltungsrat, der bis zur Genehmigung des Jahresabschlusses per 31. Dezember 2020 im Amt bleiben wird, besteht aus 12 bis 13 Mitgliedern und erfüllt die Kriterien einer Frauenquote und unabhängiger Mitglieder, die für zu kotierende Gesellschaften festgelegt wurden: Flavio Cattaneo (Amministratore Delegato, Geschäftsführer), Paolo Cipelli, Fabio Corsico (unabhängig), Andrea Faragalli Zenobi, Ines Gandini (unabhängig), Stefano Eugenio Marsaglia, Giada Michetti (unabhängig), Filomena Passeggio (unabhängig), Maurizio Petta, Roberta Pierantoni (unabhängig), Giovanni Punzo, Barbara Zanardi (unabhängig) und Luca Cordero di Montezemolo (Präsident).
Der neue Verwaltungsrat hat am 19.01.18 Flavio Cattaneo als Geschäftsführer (Amministratore Delegato) des Unternehmens bestätigt.

Neue Hochgeschwindigkeitsverbindung
Ab dem 1. Mai wird Italo eine neue Verbindung auf der Strecke Turin - Mailand - Venedig mit den neuen EVO-Zügen in Betrieb nehmen, die den Norden in etwas mehr als 3 Stunden durchqueren werden. Die Anzahl von sechs täglichen Verbindungen ab 01.05.18 wird ab 01.07.18 auf 14 tägliche Verbindungen gesteigert. Die drei durchfahrenen Regionen entwickeln fast 40 Prozent des nationalen BIP, und die Bahnnachfrage, ausgedrückt in Personenkilometern auf der Strecke Turin - Mailand - Venedig, beträgt etwa 2 Milliarden, eine der Strecken mit dem größten Potenzial in Italien. Entlang der neuen Transversale wird es auch Zwischenstopps in Brescia, Desenzano (ab Juni 2018), Peschiera del Garda, Verona, Vicenza, Padua und Mestre geben.
Die Ankunft von Italo auf dieser Strecke stärkt auch die bestehenden Verbindungen, wie z.B. zwischen Mailand und Turin. Die derzeit 18 täglichen Fahrten werden dort auf 26 Fahrten pro Tag erhöht und garantieren so eine nahezu vollständige Stundenabdeckung in allen Tageszeiten.
Ebenfalls neu soll 2018 eine Verbindung von Rom nach Bozen über Florenz, Bologna, Rovereto und Trient aufgenommen werden, sobald alle EVO betriebsbereit sind.
GK, WKZ, Quelle Italo