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Dienstag, 23 Januar 2018 11:42

Frankreich: Schon wieder hat der Präsident einer Region die Nase voll von der SNCF

In einem Interview mit der französischen Tageszeitung L'Opinion gibt Xavier Bertrand, Präsident der Region Hauts-de-France, zu verstehen, dass er das Gefühl hat, von der SNCF "zum Narren gehalten" zu werden ("me faire rouler dans la farine"). Er sagte, er sei "ungeduldig" und möchte den TER-Wettbewerb beschleunigen. Der TER-Dienst der SNCF sei geprägt durch "Verzögerungen, Kosten, dem Ärger der schlecht informierten Nutzer oder gar der Schließung von Linien".

Der Wettbewerb ist gesetzlich ab 2019 möglich und ab 2023 verbindlich vorgeschrieben. Vor Xavier Bertrand hatten sich schon Christian Estrosi (Region PACA) oder Hervé Morin (Normandie) die Zustände im TER-Verkehr beklagt. Heute Morgen (23.01.18) griff Xavier Bertrand das Thema wieder auf und sagte: "Ich bin der Präsident einer Region, der es satt hat! Ich bin ebenso ungeduldig wie die Zugbenutzer, dass sich die Dinge ändern. Als ich vor zwei Jahren gewählt wurde, hatte ich diese Meinung noch nicht. Ich dachte, dass die SNCF ein Partner sein könnte, der unsere Zwänge versteht und bereit ist, sich zu verändern. Ich erkannte, dass dies unmöglich ist. Ich habe das unangenehme Gefühl, zum Narren gehalten zu werden."

Schließlich versteht er auch nicht, warum eine in einer Station installierte Videoüberwachungskamera dreimal so viel kostet wie die gleiche, die in einer Schule installiert ist.

WKZ, Quelle L'Opinion

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Letzte Änderung am Dienstag, 23 Januar 2018 11:51

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