Niederlande: Doppelgleisigkeit zwischen Heerlen und Landgraaf soll Limburg an deutsche Städte anbinden


Fotos ProRail, Swietelsky Rail Benelux.
Um die Provinz Limburg besser mit Deutschland zu verbinden, ist ein zweigleisiger Ausbau der Strecke zwischen Heerlen und Landgraaf notwendig. Von Freitag, dem 4. März, bis Montag, dem 9. Mai, wird das Bauunternehmen Swietelsky Rail Benelux neun Wochen lang an der Strecke zwischen Heerlen und Landgraaf arbeiten. Viadukte werden angepasst, Gleise erneuert und neue Bahnsteige gebaut.
"Wir wollen die Schiene besser mit Deutschland und Belgien verbinden. Auf diese Weise bringen wir Städte wie Aachen und Lüttich näher zusammen und bieten eine nachhaltige Alternative zum Auto oder zu Kurzstreckenflügen", begründet Programmleiter Lennard van Damme von der Provinz Limburg diese Baumaßnahmen, die eine lange Unterbrechung des regulären Verkehrs erfordern.
Die Provinz strebt keine superschnellen Verbindungen zu europäischen Hauptstädten an, sondern vielmehr häufige Verbindungen zu nahe gelegenen Hochgeschwindigkeitsbahnhöfen. "Bahnhöfe wie Düsseldorf, Aachen, Lüttich und Antwerpen sind Orte, an denen wir schnell sein wollen. Dann ist man auf der Achse dessen, was Europa so stark macht, und kann dem Wunsch nach einer nachhaltigen Mobilität nachkommen."
Van Damme: "Wenn man einen Hochgeschwindigkeitsbahnhof leicht erreichen kann, kann man mit dem Zug bequem bis zu sechshundert bis achthundert Kilometer weit reisen. Wenn es keine solchen Verbindungen und somit keine angenehmen Alternativen gibt, entscheiden sich die Menschen für das Auto oder das Flugzeug. Wir wollen in der Lage sein, Alternativen anzubieten."
ProRail teilt dieses Ziel mit der Provinz. Regionaldirektor Dimitri Kruik: "ProRail möchte, dass der Zug für mehr Menschen eine gute Option wird und so zu einer nachhaltigen Gesellschaft beiträgt. Dies beginnt mit einer guten Infrastruktur, einem attraktiven Fahrplan und internationaler Zusammenarbeit. So machen wir nachhaltige Mobilität auf der Schiene möglich. Die Verdoppelung der Strecke zwischen Landgraaf und Heerlen ist ein guter Schritt in die richtige Richtung."
Die Verdoppelung der Gleise ist mit viel Arbeit verbunden. Der größte Teil der Arbeiten wird während der neunwöchigen Ausfallzeit stattfinden. Ein so langer Zeitraum stellt hohe Anforderungen an die Umgebung. Die Arbeiten führen mitten durch ein Stadtgebiet. Da muss man sehr vorsichtig sein. Der Auftragnehmer Swietelsky Rail Benelux BV tut dies auf eine gute Art und Weise. Es besteht ein gutes Umweltbewusstsein, und alle Beteiligten sind offen für Anliegen. So wird beispielsweise so wenig wie möglich nachts gearbeitet, und beim Transport von Gütern werden die Wünsche der örtlichen Bevölkerung berücksichtigt.
Nachhaltiges Bauen
Die Verdoppelung der Gleise trägt nicht nur der Umwelt Rechnung, sondern auch der Nachhaltigkeit. Die Entwicklungen zur Betrachtung von Projekten durch die Nachhaltigkeitsbrille folgen in rascher Abfolge aufeinander. So wurde die Haltestelle "Heerlen de Kissel" bei der Ausarbeitung der Verträge im Jahr 2019 nicht berücksichtigt. Diese Haltestelle war nur kurze Zeit in Betrieb und wird jetzt nach Möglichkeit unter Wiederverwendung der Materialien abgerissen.
Neben der Wiederverwendung von Material aus dem Bahnhof Heerlen de Kissel gab es noch andere Möglichkeiten. Gemäß den Anforderungen dürfen Schienen, die älter als fünfzehn Jahre sind, nicht wiederverwendet werden. Materialien, die nicht mehr geeignet sind, werden deshalb der Zuid-Limburgse stoomtrein Maatschappij zur Verfügung gestellt.
Zusammenarbeit
Eine gute Zusammenarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Projekts der Gleisverdoppelung. Kruik: "Die Provinz ist der Auftraggeber, und sie nimmt dieses Projekt sehr gut auf, ebenso wie die Gemeinden Landgraaf und Heerlen. Jeder ist bestrebt, dieses Projekt zu einem Erfolg zu machen. Wir gehen alle die Extrameile und helfen uns gegenseitig".
Die Provinz Limburg stimmt dem zu. Van Damme: "Es ist mehr als ein Geschäftsvertrag. Die Chemie in diesem Werk ist sehr gut. Das bedeutet, dass wir als Einheit mit unserer Umgebung sprechen und mit Rückschlägen umgehen können. Außerdem gibt uns diese Zusammenarbeit ein gutes Gefühl. Wir haben großes Vertrauen in die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten an diesem Projekt, und das stellt sicher, dass wir gemeinsam etwas Schönes schaffen werden."
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