Mobilfunk, Internet, Wasser- und Stromversorgung funktionieren der ukrainischen Nachrichtenagentur zufolge noch weitgehend. Fast 80 % der Fernzüge verkehren noch, aber der Fahrplan ist schwer einzuhalten, teilte die ukrainische Bahn Ukrzaliznycya heute Mittag mit.
"Guten Morgen Land, egal was kommt!" So kündigte die Ukrzaliznycya heute den Tag an. "Wir bewundern den Mut unserer Verteidigungskräfte und werden unseren Teil dazu beitragen: Die Eisenbahner sind rund um die Uhr im Einsatz, Zehntausende von Menschen wurden bereits aus der Schusslinie evakuiert."
Züge fahren deshalb mit Verspätungen, da die Strecken schnell geändert werden, die Geschwindigkeit in der Nähe bombengefährdeter Bahnhöfe reduziert wird und die Menschen auf ein sicheres "Zeitfenster" für ihre Reise warten müssen.
Die Eisenbahner tun ihr Möglichstes, um den Menschen zu ermöglichen, sich im Land zu bewegen und die gefährlichen Gebiete zu verlassen.
Ein Intercity+ zur Evakuierung aus Charkiv soll um 13.00 Uhr abfahren, danach wird der Betrieb der Schnellzüge vorerst reduziert, wobei Busse und Regionalzüge zum Einsatz kommen.
Rettungszüge nach Polen
Aufgrund des erheblichen Anstiegs des Personenverkehrs, der Lemberg und die Staatsgrenze der Ukraine mit der Republik Polen verbindet, organisiert Ukrzaliznycya zusätzliche Züge auf der Strecke L'viv - Staatsgrenze (Medyka, Polen) - L'viv. Sie verkehren täglich, bis auf Widerruf. Genauere Informationen zur Abfahrt der Züge erhalten Sie am Informationsschalter des Bahnhofs (Tel.: (032) 226-20-68; 226-15-95) etwa eine Stunde vor Abfahrt und durch Durchsagen über Freisprecheinrichtung.
Kein verkehr nach Moldau
Wir möchten Sie daran erinnern, dass Moldau den Eisenbahnverkehr mit der Ukraine vorübergehend eingestellt hat. Insbesondere wurde der Betrieb des Zuges Odesa - Chișinău - Odesa heute eingestellt.
Einschränkungen im Regionalbetrieb
Seit dem 25. Februar wurden die S-Bahnen der Region Kyïv nach Tarasivka, Fastiv, Zernovij, Vorožba, Konotop, Šostka, Vasilʹkiv, Korostenʹ, Teteriv und Malin gestrichen. Die elektrischen Züge nach Bučì verkehren weiterhin, aber nur noch bis Irpen.
In der Regionen Odes'ka, und L'vivs'ka und der Zentralregion wurden diverse Züge gestrichen.
Ukrzaliznycya setzt alles daran, den Betrieb von elektrischen Zügen in den Regionen fortzusetzen, in denen es die Situation erlaubt. Die Fahrgäste werden gebeten, Ruhe zu bewahren, ihre Ausweispapiere mit sich zu führen, auf eventuelle Kontrollen vorbereitet zu sein und den Durchsagen in den Bahnhöfen und Stationen aufmerksam zuzuhören.
WKZ, Quelle Ukrzaliznycya