Den ganzen Tag über startete die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznycya weitere Rettungszüge in Richtung Westen zur polnischen Grenze. Darüber hinaus bereitet die ukrainische Eisenbahn einen Pendelverkehr auf niedriger Ebene für den groß angelegten Transport von Einwohnern in den westlichen Teil der Ukraine vor.
So fuhr 12:30 Uhr vom Hauptbahnhof in Kyïv ein regulärer Zug in Richtung Osten ab. Der Zug fährt nach Vinnycja weiterfahren, wo die Passagiere auf einen anderen Zug umsteigen, der näher an der Grenze liegt. Ein ähnlicher Zug soll ebenfalls um 18:00 Uhr von Kyïv aus starten. Ein regelmäßiger Zug nach L'viv fährt um 14:00 Uhr vom Bahnhof Kyïv ab. Weitere Evakuierungszüge werden laufend auf den Internetseiten der Ukrzaliznycya angekündigt, so aus Charkiv.
Der S-Bahn-Verkehr im Raum Kyïv verläuft sehr unregelmäßig, der U-Bahnverkehr wurde eingestellt, da die Bahnhöfe als Luftschutzräume dienen.
Seit Beginn der russischen Invasionm kamen auf ukrainischer Seite 198 Menschen um das Leben. Unter den Opfern sind drei Kinder, teilte der Gesundheitsminister der Ukraine Wiktor Ljaschko mit. Auf russischer Seite werden nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform 3000 Tote und 200 Gefangene gezählt. Kommunikation und mobiles Internet funktionieren noch.
Die Fahrgäste werden gebeten, die Ordnung in den Einrichtungen der Eisenbahninfrastruktur einzuhalten. Die Lage ist angespannt, aber wir müssen uns alle organisieren und die Ordnung aufrechterhalten. Die Bahn bewegt weiterhin so viel wie möglich und setzt dafür die gesamte verfügbare Flotte an Wagen und Zügen ein.
Bitte verfolgen Sie die Aktualisierungen auf den offiziellen Webseiten von Ukrzaliznytsia und beachten Sie die Durchsagen in den Bahnhöfen.
Wir bitten die Fahrgäste dringend, sich ruhig zu verhalten und beim Einsteigen in die Züge kein Aufsehen zu erregen: Es gibt jetzt genügend Personal, um täglich etwa 5.000 Fahrgäste aus Kiew zu befördern.
Wie bisher werden vorrangig Kinder, Frauen und Kinder im Alter aufgenommen.
WKZ, Quelle Ukrzaliznycya, Ukrinform