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Donnerstag, 25 Januar 2018 07:00

Frankreich: Bordeaux soll international angeschlossen werden

Lisea, die Konzessionärin der Hochgeschwindigkeitsstrecke Tours - Bordeaux (Sud Europe Atlantique, SEA), führt derzeit Gespräche mit europäischen Eisenbahngesellschaften über die weitere Nutzung der Strecke. "Wir sind mit den europäischen Bahnbetreibern im Gespräch, um ihren Appetit auf Verbindungen auf der SEA zu wecken", sagte Hervé Le Caignec, Präsident von Lisea, während einer ersten Bewertung der im Juli vergangenen Jahres in Betrieb genommenen Strecke vor der Presse.

Lisea wird am Donnerstag (25.01.18) in Bordeaux die neuesten Ergebnisse präsentieren. Im Vorfeld waren schon die ersten Zahlen genannt worden: 2,7 Mio. Reisende wurden zwischen der Ile-de-France und Bordeaux in den ersten sechs Monaten seit der Inbetriebnahme befördert, das entspricht einem Anstieg um 70 %.

Da Bordeaux mit der neuen Verbindung nur 2h 04 von Paris entfernt liegt, einer im Vergleich zum Flugzeug konkurrenzfähigen Reisezeit, soll die Frage geklärt werden, ob es möglich ist, Direktverbindungen zu den wichtigsten europäischen Hauptstädten auszubauen. Bordeaux könnte in weniger als fünf Stunden mit London, Brüssel, Frankfurt oder Mailand verbunden sein.

Der Grund ist einfach: Im Jahr 2016 forderten der Konzessionär (Vinci 33,4 %, Caisse des dépôts 25,4 % und die Fonds Meridiam 22 % und Ardian19,2 %) mindestens 19 Hin- und Rückfahrten im Jahr, um das wirtschaftliche Gleichgewicht der 50-jährigen Konzession durch ausreichende Trassengebühren gewährleisten zu können.

Dezeit sind auf der drittverkehrsreichsten Eisenbahnlinie Frankreichs (nach Paris - Lille und Paris - Lyon) 18,5 direkte Hin- und Rückfahrten zwischen Bordeaux und der Region Ile-de-France mit der SNCF vereinbart. Wenn der Verkehr das hervorragende dynamische Wachstum von heute fortsetzt, hofft man durch weitere Züge die Wirtschaftlichkeit noch erhöhen zu können.

WKZ, Quelle Boursorama, Figaro, Tribune, Lisea

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