Norwegen: Hafen Narvik kündigt neue Zugverbindung nach China an


Fotos Narvik Havn.
Der Hafen von Narvik (Narvik Havn KF) nimmt mit Unterstützung der Gemeinde Nordland eine neue regelmäßige Zugverbindung zwischen Narvik und Haparanda/Tornio in Finnland auf. Chongqing International Logistics Hub und Narvik Havn KF haben kürzlich eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um den Güterverkehr zwischen den beiden recht unterschiedlichen Hubs zu erleichtern.
Ende April soll die neue Zugstrecke eröffnet werden. Die Route wird den Transport über den Hafen Narvik und die Schiene von Nordnorwegen nach Nordkalotten, in die baltischen Staaten, nach Europa und Asien verstärken und wird zunächst alle zwei Wochen verkehren, so der Hafen Narvik in einer Pressemitteilung.
CargoNet AS ist als Kooperationspartner für die Strecke Narvik - Haparanda/Tornio ausgewählt worden. CargoNet ist in Narvik bereits gut etabliert und verfügt über einen eigenen Terminal, langjährige Erfahrung und ein Vertriebsnetz in Norwegen. Als Operator und Spediteur von/nach Helsinki bietet Nurminen Logistics Oy außerplanmäßige Abfahrten in die baltischen Staaten, nach Europa und Asien an, was die Ausrichtung auf den Ost-West-Verkehr verstärkt.
Investitionen in die grüne Industrie und vorrangige Wachstumsbranchen wie Fischerei und Mineralien erfordern auch die Weiterentwicklung effizienter und guter Logistiklösungen, sei es auf der Schiene, der Straße oder dem Seeweg, schreibt der Hafen von Narvik in einer Pressemitteilung:
Der Hafen von Narvik bemüht sich seit einem Jahr um die Einrichtung eines regelmäßigen Zugverkehrs zwischen China und Narvik. Narvik hat alle Voraussetzungen dafür, denn die Zugverbindung in Richtung Osten besteht bereits. Die Infrastruktur rund um Narvik als Drehscheibe ist so konzipiert, dass Waren in der gesamten Region problemlos umgeschlagen und umverteilt werden können. Es gibt auch die einmalige Möglichkeit, Güter in den Zug von Narvik nach Oslo zu verladen, der täglich vom Terminal in Narvik abfährt.

In Zusammenarbeit mit dem finnischen Zugbetreiber Nurminen Logistics bietet Norvik nun Haus-zu-Haus-Frachtlieferungen zwischen Asien (China, Japan, Südkorea, Vietnam, Singapur) und Narvik an.
Ziel ist es, die bestehenden Frachtrouten sowohl auf dem See- als auch auf dem Luftweg zu ergänzen. Dieser Verkehrskorridor erfüllt die Kapazitätsziele der UN, da die gesamte Strecke elektrifiziert ist.
Seit der Ankunft des ersten Containers im August 2020 war ein starker Anstieg der Anfragen und Buchungen zu verzeichnen.
Westwärts
• Hefei - Helsinki - Narvik Transitzeit 15 -17 d
• Suzhou/Chongqing - Helsinki - Narvik Transitzeit 15-17 d
• Yokohama - Helsinki - Narvik Transitzeit 25 d
Richtung Osten
• Narvik - Helsinki - Chongqing/Suzhou Transitzeit 15-17 d
• Narvik - Helsinki - Tianjin/Jiaozhou/Jinan Transitzeit 15-17 d
• Narvik - Helsinki - Yokohama Transitzeit 25 d
• Zugbetreiber und Spediteur: Nurminen Logistics Oy.
• Waren: frische und trockene Waren.
• Container: 45'RF und 40'HC.
• Grüner Verkehrskorridor zwischen Europa und Asien (97 % weniger CO2-Emissionen im Vergleich zum Luftverkehr).
• Reiseziele in China: Chongqing, Suzhou, Jinan, Jiaozhou, Tianjin.
• Reiseziel in Japan: Yokohama.
• Zugfrequenz: wöchentlich oder alle zwei Wochen, je nach Zielort.
• Verfolgung der Ausrüstung und Temperaturkontrolle in jedem Container.
• Die gesamte Zugstrecke ist durch Nurminen versichert.
• Die Behältnisse sind versiegelt und werden während des Transports nicht geöffnet.
• Die Anmietung von RF- und HC-Containern ist möglich.
• Nurminen kümmert sich um die Dokumente und die Zollabfertigung und wickelt die Rückgabe der Container ab.
Korridor Russland
Ein wichtiger Korridor für Narvik Havn war die Transportroute zwischen Nordnorwegen und China über das russische Eisenbahnnetz. Der Hafendirektor machte gegenüber Moderne Transport keinen Hehl daraus, dass dies durch den russischen Militärangriff auf die Ukraine und die anschließenden Sanktionen des Westens eine Herausforderung darstellt.
"Es ist eine sehr gute Frage, wie es sein wird. Soweit ich das beurteilen kann, gibt es derzeit keine direkten Sanktionen gegen den Transport von Waren im Transit durch Russland, aber wir stellen fest, dass die Marktteilnehmer dies aus moralischen Gründen vermeiden", sagt Klingan.
Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Narvik Havn, Moderne Transport




