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Samstag, 12 März 2022 18:22

Ukraine: Ukrzaliznycya will die EU-Grenzübergänge ausbauen, um das Exportpotenzial der Ukraine zu erhalten

Die ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznycya hat heute (12.03.2022) angekündigt, die Durchsatzkapazität der westlichen Eisenbahngrenzübergänge zu den EU-Ländern verdoppeln zu wollen. Dies soll die Exportmöglichkeiten der Ukraine verbessern, insbesondere für den Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, während die wichtigsten Seehäfen durch Russland blockiert sind.

Dazu wurde an jeder Grenzübergangsstelle eine Arbeitsgruppe aus Ukrzaliznycya-Mitarbeitern eingesetzt, die Maßnahmen zur Steigerung des Sendungsaufkommens an den Grenzübergangsstellen entwickeln und umsetzen soll. Es wurden Verhandlungen mit den Verbundbahnen geführt, um das Verkehrsaufkommen zu erhöhen und die Zollverfahren zu beschleunigen.

Die Ukraine ermutigt die Unternehmen auch, das Verladen von Containern von Waggons mit einer Spurweite von 1520 (der Breite der Spurweite in der Ukraine) auf Waggons mit einer Spurweite von 1435 (den meisten EU-Ländern) zu organisieren.

Die ukrainische Regierung hat festgelegt, welche landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel unter welchen Bedingungen exportiert werden dürfen. Insgesamt exportierte die Ukraine jedes Jahr etwa 60 Millionen Tonnen Getreide. Fast 95 % des Volumens an landwirtschaftlichen Erzeugnissen wurden über die ukrainischen Seehäfen exportiert.

Derzeit sind nur zwei ukrainische Häfen - Izmaïl und Reni - in der Lage, Kleintransporter für den Export umzuschlagen, allerdings nicht in großen Mengen.

Im Februar 2022 wurden 2,9 Millionen Tonnen Getreide verschifft, das sind 37,4 % mehr als im Februar 2021. In den 11 Tagen des März 2022 wurden 100,2 Tausend Tonnen Getreide verladen, das sind 87 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Ukraine produziert fünfmal mehr Nahrungsmittel als ihr Inlandsverbrauch, daher seien genügend Produktreserven für den eigenen Verbrauch vorhanden. Dies teilte der stellvertretende Minister für Agrarpolitik und Lebensmittel Taras Visocʹkij heute mit, berichtet Ukrinform unter Berufung auf das Ministerium für Agrarpolitik.

WKZ, Quelle Ukrzaliznycya, Ukrinform

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