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Montag, 30 September 2013 18:05

Belgien/Niederlande: Mischkonzept für Brüssel - Amsterdam als Fyra-Ersatz

Der Benelux-Zug kehrt als "Benelux-plus" innerhalb einer Mischkonzeption aus Hochgeschwindigkeits-, IC- und Regionalverbindungen zurück. Die Zahl der täglichen Verbindungen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke HSL wird von 41 auf 130 wachsen, das sind mehr als die ursprünglich mit dem Staat vereinbarten 86.

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Neben Antwerpen, Brüssel und Paris werden auch der Flughafen Zaventem, Lille und Londen über die HSL erreichbar. Jede Stunde wird es eine Hochgeschwindigkeitsverbindung Brüssel - Amsterdam mit Thalys oder Eurostar geben. Die Gesamtzahl der grenzüberschreitenden Verbindungen zwischen den Niederlanden und Belgien wird auf fünfzig pro Tag wachsen und damit wieder in Übereinstimmung mit den Vereinbarungen mit dem Staat sein. Die Zahl der Fahrgäste auf der HSL wird dabei von jährlich acht Millionen im Jahr 2013 auf etwa achtzehn Millionen im Jahr 2017 steigen.

Das sind die Zahlen, die die niederländischen und belgischen Bahngesellschaften NS und SNCB/NMBS am 27.09.13 im Auftrag der niederländischen Verkehrs-Staatssekretärin Wilma Mansveld bei der Präsentation eines breit angelegt und solide gedachten Konzepts vorgelegt haben, um die wegen technischer Probleme nicht mehr realisierbaren Fyra-Leistungen zu ersetzen.

Die Staatssekretärin und der Umwelt- und Finanzminister Jeroen Dijsselbloem sehen bei dem in Absprache mit Verbraucherorganisationen vorgelegten Entwurf alle Anforderungen des Kabinetts erfüllt. Die finanziellen Folgen bedeuten auf niederländischer Seite einen Vermögensverlust für NS und einen Verlust an Dividenden für den Staatshaushalt, der durch das Ministerium für Infrastruktur und Umwelt getragen wird.

Seit Februar 2013 wird schon eine IC-Verbindung Brüssel - Den Haag mit acht täglichen Fahrten angeboten. Ab Dezember 2014 wird diese Linie nach Amsterdam weitergeführt und das Angebot auf 16 Verbindungen pro Tag und Richtung verdoppelt. Diese Erhöhung wird schrittweise eingeführt: 10 Verbindungen zwischen Brüssel und Den Haag ab 7. Oktober 2013 und 12 Züge ab Dezember 2013.

Darüber hinaus wird - basierend auf der Verfügbarkeit von Trassen - ab Dezember 2014 auch Brussels Airport angefahren, um dem Süden der Niederlande einen schnellen und einfachen Zugang zum Flughafen Zaventem über direkte Verbindungen mit Antwerpen und Malines/Mechelen zu gwähren.

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Das neue Konzept von SNCB und NS besteht aus einer Mischung der Hochgeschwindigkeits-verbindungen von Thalys und Eurostar auf der einen mit den oben erwähnten auf 16 Züge erweiterten konventionellen IC-Verbindungen zwischen Brüssel und Amsterdam auf der anderen Seite. Die Neuheit ist, dass die konventionellen Züge ab Dezember 2016 sowohl die Hochgeschwindigkeits- als auch die konventionellen Strecken zwischen Brüssel und Amsterdam benutzen werden. Zwischen Antwerpen und Rotterdam, fährt der IC auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke mit Stopp in Noorderkempen und Breda. Ab Rotterdam wird der Zug dann auf den herkömmlichen Strecken nach Den Haag HS, Schiphol und Amsterdam CS geleitet. Über Breda sind Roosendaal und Eindhoven leicht zugänglich. Darüber hinaus existiert eine stündliche S-Bahn zwischen Roosendaal und Antwerpen.

Ab Ende 2016 werden dann Bruxelles-Midi (Brussel-Zuid), Bruxelles-Central (Brussel- Centraal), Brussels Airport, Malines (Mechelen), Anvers-Central (Antwerpen-Centraal), Noorderkempen, Breda, Rotterdam CS, Den Haag HS, Schiphol und Amsterdam CS vom IC bedient werden. Thalys wiederum wird sein Angebot zwischen Brüssel und Amsterdam ab Dezember 2015 auf 14 Verbindungen pro Tag (Hin-und Rückfahrt) erhöhen. Ebenso wird Eurostar ab Dezember 2016 zweimal täglich eine Hin- und Rückfahrt zwischen London und Amsterdam anbieten.

Da die Zulassung von Waggons und Lokomotiven sowohl für die klassischen als auch für die Hochgeschwindigkeitsstrecken erfolgen muss und weiterhin Änderungen an der bestehenden konventionellen Infrastruktur nötig werden, kann das Angebot nicht vollständig vor Dezember 2016 gestartet werden. Die Preisgestaltung für den IC-Zug bleibt die gleiche wie für die IC-Verbindung zwischen Brüssel und Den Haag, ohne Verpflichtung zur Reservierung.

WKZ, Michael Laudahn, Volkr Starrock, Quelle SNCB / NS / Verkehrsministerium, Grafik NS

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