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Mittwoch, 23 März 2022 13:45

Europäische Union: Erste Interreg-Programme 2021–2027 genehmigt

Die ersten Interreg-Programme des Programmplanungszeitraums 2021–2027 wurden soeben von der Kommission genehmigt; sie umfassen drei Programme der „Europäischen territorialen Zusammenarbeit“ mit Investitionen in Höhe von über 481 Mio. EUR. Genehmigt wurden die Programme „Interreg Mitteleuropa“, die „Interreg Österreich – Deutschland (Bayern)“ und „Interreg Deutschland (Bayern) – Tschechien“.

Die Mittel werden entsprechend den Prioritäten der EU für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Europa zugewiesen.

Elisa Ferreira, EU-Kommissarin für Kohäsion und Reformen, erklärte: „Ich freue mich, dass die ersten Interreg-Programme des Zeitraums 2021–2027 inzwischen angenommen wurden. Die Zusammenarbeit steht im Mittelpunkt des europäischen Projekts, und mit Interreg wird dieser Gedanke in konkrete Maßnahmen vor Ort umgesetzt. Interreg-Programme veranschaulichen das Wesen und die Stärke der europäischen Integration: Durch die Finanzierung einer engen Zusammenarbeit in den Grenzregionen und über Mitgliedstaaten hinweg tragen diese Programme dazu bei, dass die Menschen gemeinsame Herausforderungen gemeinsam anstatt jeder für sich angehen.“

Einzelheiten der genehmigten Interreg-Programme

• Die Mittelausstattung von Interreg Mitteleuropa beläuft sich auf insgesamt 280,7 Mio. EUR. Die Hälfte dieser Mittel wird für grüne Investitionen bereitgestellt, z. B. für die Steigerung der Energieeffizienz, die Anpassung an den Klimawandel oder die Ökologisierung der städtischen Mobilität; fast ein Drittel fließt in Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskapazitäten in Mitteleuropa. Ein weiterer Programmschwerpunkt wird die Verbesserung der Verkehrsverbindung von ländlichen Gebieten und Randgebieten sowie die Verbesserung der Governance für die integrierte territoriale Entwicklung sein.
• Die Mittelausstattung von Interreg Österreich – Deutschland (Bayern) wird sich auf insgesamt 76,9 Mio. EUR belaufen und folgende Schwerpunkte betreffen: zukunftssichere Wirtschaft, widerstandsfähige Umwelt, nachhaltiger Tourismus, integrierte regionale Entwicklung und grenzübergreifende Governance. Fast ein Drittel der Mittel fließt in die Entwicklung von Forschungs- und Innovationskapazitäten, mehr als ein Fünftel in klimabezogene Maßnahmen.
• Die Mittelausstattung von Interreg Deutschland (Bayern) – Tschechien beläuft sich auf 123,8 Mio. EUR. Mit fast einem Drittel der Mittel werden Kultur und nachhaltiger Tourismus im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung, soziale Inklusion und soziale Innovation unterstützt; weitere Investitionsschwerpunkte sind der Schutz und die Erhaltung der Natur, der biologischen Vielfalt und der grünen Infrastruktur sowie die Verbesserung des gleichberechtigten Zugangs zu inklusiven und hochwertigen Dienstleistungen in der Bildung.

Nächste Schritte

Interessierte Akteure in den betroffenen Gebieten werden aufgefordert, die bevorstehenden Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen, die auf den Websites der Programme veröffentlicht werden, aufmerksam zu verfolgen.

Hintergrund

Seit jeher gibt es im Zentrum Europas große wirtschaftliche Unterschiede, und Interreg eignet sich besonders dafür, Brücken zwischen Regionen und Menschen zu bauen. Interreg wird dazu beitragen, die betroffenen Regionen bei der Umsetzung des ökologischen und digitalen Wandels in der EU stärker voranzubringen.

Im Programmplanungszeitraum 2021–2027 stehen für die sechste Generation von Interreg-Programmen insgesamt fast 10 Mrd. EUR zur Verfügung. Interreg gliedert sich in vier Aktionsbereiche: grenzübergreifende Zusammenarbeit (Interreg A), transnationale Zusammenarbeit (Interreg B), interregionale Zusammenarbeit (Interreg C) sowie Zusammenarbeit der Gebiete in äußerster Randlage mit benachbarten Gebieten (Interreg D).

Pressemeldung EU-Kommission

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