

Fotos GWR.
Die für die Eisenbahnen zuständige Staatssekretärin Wendy Morton hat kürzlich der Great Western Railway (GWR) die Zertifizierung für die Initiative "Safeguarding on Rail Scheme" verliehen. Die von der britischen Verkehrspolizei (BTP) und dem Verkehrsministerium verliehene Zertifizierung ist die erste, die einem britischen Zugbetreiber erteilt wurde, seit die Initiative "Safeguarding on Rail Scheme" (Sicherheit im Bahnbereich) 2019 zu einer verbindlichen Verpflichtung für alle Bahngesellschaften geworden war.
Mit fast 10.000 gefährdeten Kindern, die allein im letzten Jahr von der Verkehrspolizei BTP identifiziert wurden, war GWR der erste Betreiber, der Maßnahmen ergriff, nachdem man erkannt hatte, wie sehr Bahnhöfe ein Magnet für gefährdete Kinder und Erwachsene in Krisen sein können. In den letzten 12 Monaten hat GWR mit Unterstützung der Wohltätigkeitsorganisation Railway Children mehr als 5.000 Mitarbeiter geschult und 100 Champions eingesetzt, um sicherzustellen, dass die am stärksten gefährdeten Personen lebenswichtige Hilfe erhalten. GWR plant weitere Schulungen für das Zugpersonal im Jahr 2022.
Das Schulungsprogramm "Safeguarding on Transport" der Initiative "Railway Children" wurde 2018 erfolgreich mit der BTP erprobt und soll den Betreibern dabei helfen, Bahnhöfe für gefährdete Kinder sicherer zu machen, indem das Bahnpersonal darin geschult wird, gefährdete Personen, die das Schienennetz nutzen, zu erkennen und zu schützen.
Auf den GWR-Strecken wurden zwischen April 2019 und März 2020 448 Kinder und Jugendliche als gefährdet identifiziert, als sie auf dem Netz reisten. Weitere 625 Kunden, die sich an GWR-Mitarbeiter wandten, befanden sich in einer psychischen Krise. Im gleichen Zeitraum wurden 124 vermisste Kinder gefunden, und bei 29 von ihnen wurde festgestellt, dass sie von sexueller Gewalt bedroht waren.
Wendy Morton erklärte anlässlich der Vorstellung: "Ich freue mich, der GWR die Akkreditierung für das "Safeguarding on Rail Scheme" zu verleihen. Das Programm "Sichere Bahnhöfe" wurde eingerichtet, um die Schwächsten in unseren Gemeinden zu schützen. Jetzt ist es fantastisch zu sehen, wie die GWR Maßnahmen ergreift und über 5.000 Mitarbeiter schult, um den am stärksten Gefährdeten lebenswichtige Hilfe zu leisten. Wir sind bestrebt, allen Fahrgästen eine möglichst sichere Reise zu ermöglichen, und diese Zertifizierung wird sowohl den Fahrgästen als auch dem Personal die Gewissheit geben, dass die Bahnhöfe der GWR eine sichere Umgebung sind."
Die Sicherheitsbeauftragte der GWR, Paula Durrans, fügte hinzu: "Bahnhöfe gelten oft als warme, sichere und einladende Orte für Menschen, die sich verirrt haben oder nicht wissen, wohin sie gehen sollen. Die Fachausbildung hilft nun unseren Mitarbeitern, die am stärksten gefährdeten Personen zu erkennen und ihnen in Zusammenarbeit mit der britischen Verkehrspolizei zu helfen und sie zu schützen - und so die Bahn für alle sicherer zu machen."
Cie Chefin der Organisation Railway Children, Terina Keene, ergänzte: "Die Eisenbahn war schon immer ein Anziehungspunkt für Menschen in Krisensituationen, insbesondere für unsere schutzbedürftigsten Jugendlichen und Kinder. In einer Zeit, in der die Branche mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist, wäre es leicht möglich gewesen, dass der Schutz nur eine niedrige Priorität bekommt. Doch die GWR hat herausragendes Engagement und Einsatz für den Schutz gefährdeter Kinder und Fahrgäste der Eisenbahn gezeigt."
Im Zuge der Einführung der Initiative haben die GWR-Einsätze in den letzten 10 Monaten über 120 Selbstmorde und fast 200 Übergriffe verhindert, wie die BTP bestätigte.
RL, WKZ; Quellen: GWR, Railway Children