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Dienstag, 30 Januar 2018 07:05

Italien: Verfahren gegen vier Personen von RFI und Trenord eröffnet

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat bei der Untersuchung des Eisenbahnunglücks vom vergangenen Donnerstag in Mailand, bei dem drei Frauen starben und 46 weitere verletzt wurden, vier Personen in das Untersuchungsregister eingetragen (entsprechend einer Voruntersuchung). Die Untersuchung, koordiniert von der Stellvertretenden Oberstaatsanwältin Tiziana Siciliano (procuratore aggiunto) und den Staatsanwälten Leonardo Lesti und Maura Ripamonti, bezieht sich auf den Verdacht der fahrlässigen Herbeiführung eines Eisenbahnunglücks und mehrfachen fahrlässigen Totschlags.

Die Verdächtigen sind die obersten Führungskräfte des Infrastrukturverwalters RFI (Rete Ferroviaria Italiana) und des Bahnbetreibers Trenord. Es handelt sich um Maurizio Gentile (Geschäftsführer RFI) und Umberto Lebruto (Produktionsleiter RFI), Cinzia Farisè (Geschäftsführerin Trenord) und Alberto Minoia (Betriebsdirektor Trenord). Die Einschreibung ermöglicht den Verdächtigen, Akteneinsicht zu erhalten. Die Benachrichtigung über Garantieerklärungen ist für Dienstag für technische Auswertungen vorgesehen. Gegen Unternehmen wird derzeit nicht ermittelt.In naher Zukunft werden auch die juristischen Personen (d. h. RFI und Trenord) in das Register der Verdächtigen nach dem Gesetz über die administrative Haftung von Gesellschaften eingetragen.

Am Montag wurden auch die technische Aufgaben zur Rekonstruktion der Unfallursache an den Inspektor der Eisenbahnpolizei Polfer (Polizia ferroviaria), Angelo Laurino, die Ingenieure Fabrizio D'Errico und Roberto Lucani und übertragen sowie IT-Experten zur Auswertung der Daten aus der Black Box des entgleisten Zuges übertragen. Die Staatsanwaltschaft gab ferner grünes Licht für die Autopsie der Leiche der drei Frauen, die bei dem Unfall ums Leben kamen.

GK, WKZ, Quelle Republica, Corriere, La Stampa

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Letzte Änderung am Sonntag, 16 September 2018 10:40

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