

Fotos Ukrzaliznycya.
In Kramators'k wurden heute (08.04.2022) bei einem russischen Raketenangriff auf den Bahnhof mehr als 30 Menschen getötet und über 100 weitere verwundet. Berichten zufolge wurden zwei russische Raketen auf den Bahnhof von Kramators'k abgefeuert.
Täglich werden Zivilisten aus dem Bahnhof im Osten der Ukraine evakuiert. Die Züge fahren in verschiedene Städte im Westen und im Zentrum der Ukraine. Nach Angaben der Nachrichtenagentur UkrInform sagte Pavlo Kirilenko, Leiter der Militärverwaltung der Region Donecʹk: "Der Bahnhof von Kramators'k wurde mit Raketen vom Typ Iskander (fahrzeuggebundenes Raketensystem aus russischer Produktion) angegriffen. Polizisten und Bereitschaftspolizisten, die vor Ort arbeiten, berichten von Dutzenden von Toten und Verletzten."
Er wies darauf hin, dass sich zum Zeitpunkt des Raketeneinschlags Tausende von Menschen am Bahnhof aufhielten, da die Evakuierung der Bewohner der Region Donecʹk in sicherere Gebiete der Ukraine im Gange ist.
"Bei dem Raketenangriff auf den Bahnhof von Kramators'k wurden nach operativen Angaben mehr als 30 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Dies ist ein vorsätzlicher Schlag gegen die Fahrgastinfrastruktur des Bahnhofs und die Einwohner von Kramators'k", heißt es in der Erklärung der Ukrzaliznycya.
Solange der Bahnhof Kramators'k geschlossen ist, fährt heute der Zug Nr. 45 von Slov’jansʹk nach Užgorod und die Züge 274, 276, 278 und 92 nach L'viv, Černivci, Ternopil und Odesa werden entsprechend von Slov’jansʹk fahren. Die genaue Abfahrtszeit ist noch nicht bekannt, die Züge fahren, sobald sie voll besetzt sind.
Derzeit hindert die russische Armee nicht nur die Zivilbevölkerung daran, die besetzten Gebiete zu verlassen, sondern behindern auch die Evakuierung aus der Region Donecʹk. Am gestrigen Tag fand die Evakuierung unter feindlichem Beschuss statt, und ein grober Raketeneinschlag im Bezirk Slov’jansʹk blockierte eine Stunde lang die Abfahrt von drei Evakuierungszügen. Gegen Mitte der Nacht wurde der Verkehr wieder aufgenommen - rund 4.000 Menschen befinden sich nun in sicherer Entfernung von der Front.
GK, WKZ, Quelle Ukrzaliznycya, UkrInform