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Dienstag, 12 April 2022 08:00

Norwegen: Regierung verhandelt mit Vy und Flytoget zur Direktvergabe für das Zugangebot in Austlandet

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Foto Vy/Mads Kristiansen, Flytoget.

Das Ministerium für Verkehr und Kommunikation hat die norwegische Eisenbahndirektion Jernbanedirektoratet aufgefordert, mit Vygruppen und Flytoget Verhandlungen über Zugverbindungen im östlichen Norwegen (Østlandet bzw. Austlandet) ab Dezember 2023 aufzunehmen. Die Ausschreibungsverfahren der ehemaligen Verkehrspakete 4 und 5 waren im November abgesagt worden.

"Die Regierung will das Zugangebot im Austlandet für Reisende noch attraktiver machen. Wir glauben, dass eine klare staatliche Kontrolle der beste Weg ist, dies zu erreichen. Die Regierung hat beschlossen, die Eisenbahndirektion aufzufordern, unsere beiden staatlichen Eisenbahngesellschaften Vy und Flytoget aufzufordern, über die direkte Vergabe von Zugverbindungen im Austlandet zu verhandeln. Beide Unternehmen verfügen über Kompetenzen und Erfahrungen, die das Jernbanedirektoratet bewerten soll", so Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård.

Im November 2021 hatte die Regierung die Weiterführung der Ausschreibung für die Verkehrspakete 4 und 5 abgesagt. "Für uns ist es wichtig, eine starke Staatsbahn zu erhalten, damit wir den Reisenden immer einen Zugverkehr garantieren können. Dies ist eine wichtige Funktion für die Gesellschaft. Mit der Direktvergabe garantiert die Regierung, dass das Land auch in Zukunft Eigentümer der auf unserem Schienennetz verkehrenden Eisenbahnunternehmen sein wird", so der Minister für Verkehr und Kommunikation.

Die Eisenbahndirektion wird die Verhandlungen mit den beiden staatlichen Bahngesellschaften Vygruppen und Flytoget führen. Die Direktion hat dazu das Mandat von der Regierung erhalten und muss nun ein Verfahren einrichten, das mit der EU-Verordnung über den öffentlichen Verkehr und anderen einschlägigen Rechtsvorschriften in Einklang steht.

"Es ist uns ein Anliegen, dass der Zugverkehr effizient und im besten Interesse der Reisenden betrieben wird. Der Staat muss daher bei den Verhandlungen über die Direktkvergabe aggressiv vorgehen", sagt Nygård. "Beide Unternehmen verfügen über Kompetenz und Erfahrung, die wir vom Jernbanedirektoratet bewerten lassen wollen."

Es wird sichergestellt, dass die Direktvergabe im Einklang mit den EU-Verordnungen über öffentliche Verkehrsmittel und anderen einschlägigen Rechtsvorschriften erfolgt. Das Jernbanedirektoratet strebt einen Abschluss der Verhandlungen bis spätestens Juni 2023 an.

"Das Jernbanedirektoratet hat sowohl bei Ausschreibungen als auch bei der Direktvergabe viel Erfahrung gesammelt, und wir werden diese Erfahrung mitnehmen, wenn wir im Austlandet in anspruchsvolle Verhandlungen über die Direktvergabe eintreten", betont Knut Sletta und fügt hinzu: "Wir sehen ein großes Potenzial für Ausschreibungen, nicht zuletzt durch große Eisenbahninvestitionen wie die Follobanen, die zweigleisige Verbindung zwischen Drammen und Tønsberg und die zweigleisige Verbindung zwischen Eidsvoll und Hamar. Diese Verbesserungen werden während der Vertragslaufzeit von zehn Jahren ab Dezember 2023 wirksam. Wir werden uns auch auf die Entwicklung von nahtlosen Reisediensten zusammen mit anderen öffentlichen Verkehrsdiensten in der übrigen Welt konzentrieren.

Die folgenden Personenzuglinien sind Gegenstand von Verhandlungen:

• Spikkestad/Asker - Lillestrøm
• Stabekk/Skøyen - Ski
• Oslo S - Hakadal/Jaren (Betriebsbeginn Dezember 2024)
• Stabekk - Moos
• Oslo S - Mysen/Rakkestad
• Oslo S - Ski
• Oslo S - Halden
• Oslo S - Gjøvik (Beginn Dezember 2024)
• Skien - Eidsvoll
• Drammen - Lillehammer
• Kongsberg - Eidsvoll
• Drammen - Dal
• Asker - Kongsvinger

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Jernbanedirektoratet

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