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Mittwoch, 31 Januar 2018 09:54

Italien: Ermittler beschlagnahmen Dokumente von RFI und Trenord

Gestern Vormittag (30.01.18) fanden im Mailänder Hauptquartier von Trenord und beim Infrastrukturverwalter RFI in Rom Durchsuchungen mit Beschlagnahmungen von Dokumenten statt. Es ging um Unterlagen zum Eisenbahnunglück vom vergangenen Donnerstag in Mailand, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und 46 verletzt wurden.

Damit richten sich die Untersuchungen nun nicht mehr nur gegen vier Einzelpersonen von RFI und Trenord, sondern auch gegen die Gesellschaften selbst. Grundlage ist das Gesetz Nr. 231 aus dem Jahr 2001 über die administrative Haftung von Gesellschaften.

Die von der Mailänder Staatsanwaltschaft angeordneten Durchsuchungen wurden von der Eisenbahnpolizei Polfer durchgeführt, die "Computerdaten und Papierdokumente über die Verwaltung der gewöhnlichen und außerordentlichen Instandhaltung" beschlagnahmte.

Derweil sucht die Staatsanwaltschaft nach Zeugen des Unglücks. Die Ermittler appellierten daher an die Pendler an Bord des verunglückten Zuges, sich bei ihnen zu melden. Die Leichen der drei Todesopfer – drei Frauen – sollen obduziert werden.

Trenord ist ein politisch gewolltes Joint Venture zwischen Trenitalia und Ferrovie Nord Milano.

GK, WKZ, Quelle ANSA

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