
Foto TrainOSE.
Nach mehr als einem Jahr Verhandlungen wurde zwischen den griechischen Ministerien für Infrastruktur und Finanzen und dem EVU TrainOSE in Anwesenheit der Botschafterin Italiens in Griechenland und dem "Countrymanager" des Mutterkonzerns FS ein Vertrag zur Erbringung gemeinwirtschaftlicher Verkehre unterzeichnet.
TrainOSE erhält dafür 50 Mio EUR p.a. während der Laufzeit von zehn Jahren, die um weitere fünf Jahre verlängert werden kann. TrainOSE verpflichtet sich zu Inverstitionen und muss nachweisen, dass die vereinbarten Leistungen erbracht wurden. Die maximal auszuzahlenden 50 Mio EUR/Jahr teilen sich in 21 Mio EUR für die Erbringung der Verkehre, 19 Mio EUR für Infrastrukturnutzungsgebühren und 10 Mio EUR für Leasinggebühren an GaiaOSE auf.
U.a. wird TrainOSE zehn Wasserstoffzüge und zehn elektrische Züge für den Vorortverkehr beschaffen, sowie die aktuell von der staatlichen Mobilien- und Immobliengesellschaft GaiaOSE gemieteten 15 Desirozüge für den Vorortverkehr modernisieren. In diesem Vertrag sind auch die Kosten für die fünf ETR 470 für den schnellen Verkehr Athen-Thessaloniki sowie die Erneuerung der Werkstätten enthalten.
Bisher gab es bereits einen ähnlichen Vertrag mit offenbar geringeren Kontrollmöglichkeiten, was zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen der Nea Dimokratia, die Partei, die aktuell regiert, und der SYRIZA, die die Vorgängerregierung gestellt hat, führte.
Prof. Dr. Johannes Schenkel