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Freitag, 02 Februar 2018 09:12

Italien: Ehemaliger FSE-Vorstand unter Hausarrest

Die Ferrovie Sud Est FSE wurden Anfang 2016 durch Verkauf an Ferrovie dello Stato vor dem sicheren Konkurs bewahrt. Zuvor stand die Gesellschaft mit ihrem ausgedehnten Streckennetz in Apulien im Alleineigentum des italienischen Verkehrsministeriums. Am 1. Februar 2018 wurden elf der Beschuldigten, darunter der ehemalige Alleinvorstand Luigi Fiorillo, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bari unter Hausarrest gestellt.

Den insgesamt 29 Beschuldigten wird betrügerische Krida, Veruntreuung, Dokumentenfälschung vorgeworfen. Als "heimlichen Vorstand" vermutet die Staatsanwaltschaft den Rechtsanwalt Angelo Schiano, der für Beratertätigkeit 27 Mio Euro erhalten haben soll. Der verursachte Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens 230 Mio Euro, laut Staatsanwälten entstanden zwischen 2001 und 2015. Dazu hätten auch die "Waggons aus Gold" beigetragen, ursprünglich DB-Silberlinge, die sich trotz sehr teuren Umbaus als im italienischen Stromnetz nicht verwendbar herausstellten.

Über weitere z.B. durch angeblich überhöhte Wartungsverträge für diese Wagen entstandene Schäden wird in einem separaten Prozess verhandelt. Auch der ehemalige Regionalassessor (Landesminister) für Verkehr, Fabrizio Romano Camilli, soll - als Unternehmer - der Eisenbahngesellschaft den Dieselkraftstoff um 40 Prozent über den Marktpreisen verkauft haben.

GK, diverse Quellen

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Letzte Änderung am Freitag, 02 Februar 2018 09:36

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