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Donnerstag, 22 Januar 2015 09:17

Italien: Wegen nicht bezahlter Rechnugnen stehen sieben FSE-Garnituren still

Das EVU Ferrovie Sud Est (FSE) wurde laut Zeitungsberichten vom Unternehmen Filben, das die Werkstätte in Putignano betreibt, darüber informiert, dass angesichts von mehr als 6,5 Mio Euro unbezahlter Rechnungen die Unterhaltsarbeiten an den von PESA gelieferten VT ATR 220 nicht mehr garantiert werden können.

Von Montag auf Dienstag 11./12. Januar hätten deshalb sieben ATR 220 stillgelegt werden müssen, im Lauf der kommenden Woche müssten weitere zehn ATR 220 ihre Fahrten einstellen. Der Bahnverkehr zwischen Bari und dem Salento (dem Stiefelsporn Italiens, z.B. nach Taranto und Gagliano) stünde praktisch still.

Die 25 gebraucht in Deutschland gekauften und um viel Geld umgebauten "Silberlinge" seien nicht verwendbar, unter anderem weil das Türschließsystem nicht mit den vorhandenen Triebfahrzeugen kompatibel sei. Auch wegen dieser Beschaffung ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Laut Medien zählt das Unternehmen Filben zur Firmengruppe von Carlo Beltramelli, gegen den zusammen mit dem Ex-Manager der FSE, Luigi Fiorillo, im Zusammenhang mit der Beschaffung der Dieseltriebwagen von der Staatsanwaltschaft und vom Rechnungshof ermittelt werde. Von den 27 gelieferten ATR 220 ist einer nie in Betrieb gegangen, sondern wurde als Ersatzteilspender "kannibalisiert", von den verbleibenden 26 sind 7 mangels Wartungsmöglichkeiten bereits stillgelegt.

Filben ist einer der wichtigsten Gläubiger der FSE, mit zwei gerichtlichen Mahnurkunden über EUR 3,6 Mio und 1,2 Mio. Warum die Ferrovie Sud Est diese "decreti ingiuntivi" nicht beeinsprucht hätten, darüber wird in Medienberichten polemisiert.

GK, Quelle Gazzetta del Mezzogiorno

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Letzte Änderung am Freitag, 02 Februar 2018 09:28

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