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Freitag, 02 Februar 2018 12:30

Schweiz: Serviceanlage in Biel kann Werkstatt-Neubau der BLS nicht ersetzen

Der Entscheid der unabhängigen Begleitgruppe «Werkstätte» bestätigt, dass die. Die BLS dankt der Begleitgruppe für die seriöse Prüfung des Standortes. Sie führt die Planungsarbeiten am Standort Chliforst Nord weiter.

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2/3 der BLS-Züge kann nicht nach Biel gefahren werden.

Die BLS bedankt sich bei der unabhängigen Begleitgruppe «Werkstätten» unter der Leitung von Bernhard Antener für die seriöse Prüfung des Standortes Biel. Ebenfalls dankt die BLS auch der SBB für die konstruktive Zusammenarbeit bei den technischen Abklärungen, welche Basis für die Arbeiten der Begleitgruppe bildete.

Die Begleitgruppe kommt nach der Prüfung des Standortes SBB-Serviceanlage Biel zum Schluss, dass sie nicht als Ersatz für den geplanten Werkstatt-Neubau im Westen Berns geeignet ist. Sie bestätigt in ihrem Entscheid, dass die SBB-Serviceanlage einen Neubau im Westen Berns nicht ersetzen kann, um den zukünftig 200‘000 Fahrgästen pro Tag einen sicheren, sauberen und pünktlichen S-Bahn-Betrieb garantieren zu können.

Beurteilung der Begleitgruppe zur Kenntnis genommen

Die BLS nimmt die Beurteilung der Begleitgruppe zur Kenntnis. Aufgrund diverser Untersuchungen der letzten Jahre erachtet sie die in dem nun vorliegenden Bericht genannten Kapazitäten jedoch als zu optimistisch: Namentlich die Gleise von Bern nach Biel sind so stark ausgelastet, dass zwei Drittel der Züge gar nicht nach Biel überführt werden könnten. Dies betrifft insbesondere die Züge, die für unplanbare Instandhaltungsarbeiten wie etwa die Reparatur von Klima- und Heizungsanlagen, blockierter Toiletten oder Entfernung von Graffitis in die Werkstatt überführt werden müssten – Arbeiten, die wesentlich für die Zufriedenheit der Fahrgäste sind. Ferner ist die SBB-Anlage in Biel zu klein: Es könnten dort nur maximal zwei Drittel der in Chliforst Nord eingeplanten Züge instandgehalten werden. Die hier zugrundliegende Auslastungsannahme wurde bisher allerdings noch von keiner Bahn in der Praxis erprobt.

Weil sich damit auch nach der Überprüfung der SBB-Serviceanlage kein alternativer Standort abzeichnet, führt die BLS die Planungsarbeiten am Standort Chliforst Nord weiter und wird sich weiterhin mit der Stadt Bern, Grundeigentümern und Anwohnern in der seit 2016 laufenden Dialoggruppe eng abstimmen. Die BLS muss die Planungsarbeiten parallel zum laufenden Sach- und Richtplanverfahren vertiefen, damit sie bei einem Entscheid des Bundesamtes für Verkehr zu Gunsten dieses Standortes das Bauprojekt bis 2025 realisieren könnte. Die BLS ist überzeugt, dass eine zentral gelegene Werkstätte nahe des Bahnhofs Bern die Anforderungen am besten erfüllt, um die S-Bahn Bern auch in Zukunft sicher, pünktlich und zuverlässig zu betreiben.

BLS übernimmt Verantwortung

Die Begleitgruppe kam im September 2016 nach einer detaillierter Prüfung von insgesamt 42 Standortvarianten zum Schluss, dass das Gebiet Chliforst Nord am geeignetsten für einen Neubau ist. Die BLS ist sich bewusst, dass das Projekt im Chliforst Nord Konsequenzen für die betroffenen Anwohner und die Landschaft haben wird. Sie übernimmt die Verantwortung, in den nun bevorstehenden Planungsarbeiten Umweltverträglichkeit, Interessen der Bevölkerung und Nutzen für ihre Kunden ausgewogen in Einklang zu bringen.

Pressemeldung BLS

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