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Dienstag, 06 Februar 2018 09:52

Österreich: Mattigtalbahn – keine Alternative zur Elektrifizierung

Das Fahrplandilemma zwischen Salzburg – Straßwalchen bzw. Mattighofen-Braunau, resultiert eindeutig aus dem Einsatz unbrauchbarer und beschleunigungsschwacher Fahrzeuge, vor allem der deutschen Dieseltriebwagen Reihe 628. Letztere sind reine Flachlandfahrzeuge und sind für die Steigungsstrecke zwischen Salzburg und Steindorf völlig ungeeignet.

Ganz offensichtlich hält aus diesem Grunde ab 7:37 Uhr kein einziger Zug mehr zwischen Salzburg und Braunau in der 10.000 Einwohnerstadt Seekirchen. Eine umsteigefreie Fahrt zwischen Braunau bzw. Mattighofen und der Bezirkshauptstadt Seekirchen fehlt seit Dezember völlig! Der Dieselbetrieb auf der Mattigtalbahn ist, aufgrund des Fehlens geeigneter Fahrzeuge, gescheitert!

Sprintschnelle Fahrzeuge brauchen Elektrifizierung

Die wenigen Züge, mit Halt an allen Haltestellen, benötigen heute zwischen Neumarkt-Köstendorf und Braunau 1 Stunde 6 Minuten! Mit elektrischen Triebwagen mit 1,1 m/sec² Beschleunigung (auch Abbremsen) kann diese Fahrzeit auf 40 Minuten, bzw. 26 Minuten Fahrzeitverkürzung, inkl. 4 neu zu bauende Haltestellen reduziert werden. Damit könnten auch alle Haltestellen, inkl. der neuen Haltestelle Seekirchen West und Köstendorf bedient werden, ohne den Fernverkehr auf der Westbahnstrecke zu beeinträchtigen

Es ist natürlich notwendig, die Bahnstrecke Steindorf – Braunau – Simbach zu elektrifizieren

Die Bestandsertüchtigung der Mattigtalbahn mit zusätzlichen vier neuen Haltestellen mit 55-Zentimeter- Bahnsteigen, mit Reduzierung der Eisenbahnübergänge (Eisenbahn-Kreuzungen) und der Wechselstrom-Elektrifizierung kostet rund 80 Mio. Euro und mit zusätzlichen 10 Elektro-Triebwagen rund 120 Mio. Euro, die mit dem Land Oberösterreich übrigens bereits verhandelt waren.

Fahrzeugdilemma bedeutet keine andere Wahl, als die Elektrifizierung

Das Fahrzeug-Dilemma hat aufgezeigt, dass es auf der Mattigtalbahn längst keine Alternative mehr zu Elektrifizierung gibt! Die Bestandsertüchtigung mit der Elektrifizierung der Mattigtalbahn ist weitgehend eine einmalige Investition in die Zukunft der modernen Mobilität. Das Festkrallen am altmodischen Dieselbetrieb wäre ein Weiterwurschteln mit einem veralteten System. Das hat nichts mit modernem Schienen-Personen-Nahverkehr zu tun. Diesen modernen SPNV gibt es nur mehr mit der Elektrifizierung!

Pressemeldung Die Rote Elektrische

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