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Dienstag, 06 Februar 2018 14:48

Dänemark: DSB fuhren 2017 ein Plus in Höhe von 274 Mio. Kr. ein

ic4 Werkstatt DSBb

Die für Milliardenbeträge beschafften IC4-Dieseltriebwagen sind inzwischen finanziell abgeschrieben, allerdings fehlen noch über Jahre funktionierende Nachfolgemodelle. Foto DSB.

Die Dänischen Staatsbahnen DSB haben im zurückliegenden Jahr 2027 einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 274 Millionen Kronen erwirtschaftet. Die Schulden des Unternehmens sind gegenüber 2016 um 1,23 Milliarden Kronen auf 4,8 Milliarden Ende 2017 abgebaut worden. 2012 betrug die Schuldenlast noch 12, 0 Milliarden Kronen.

Trotz eines Rückgangs im Ticketverkauf um landesweit zwei Prozent hat die staatliche Bahngesellschaft DSB ein sattes Plus von 274 Millionen Kronen vor Steuern eingefahren. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Minus von 2,5 Milliarden Kronen im Jahr zuvor. Das war allerdings hauptsächlich durch die massiven Abschreibungen bei den nicht einsatzfähigen IC2- und IC4-Triebwagen ausgelöst worden.

Laut DSB-Mitteilung waren die Züge 2017 pünktlicher als im Vorjahr, allerdings bereite die alternde Fahrzeugflotte weiter Probleme, wie die aktuellen Pannen bei den ME-Diesellokomotiven zeigten. Auch Bauarbeiten durch die staatliche Infrastrukturbehörde Banedanmark würden weiter für Verspätungen sorgen. Während der Fernverkehr eine Pünktlichkeit von 79,4 Prozent der Züge aufwies, lag die Pünktlichkeit bei 91,8 Prozent bei den S-Bahnen in Kopenhagen.

Finanziell entlastet worden sind die DSB im vergangenen Jahr durch Übernahme von finanziellen Verpflichtungen, die das Unternehmen bei Pensionsansprüchen von Mitarbeitern mit Beamtenstatus hat, durch den dänischen Staat. Das hat allein zu Entlastungen der Bilanz um 388 Millionen Kronen geführt.

Die DSB weisen darauf hin, dass die Preissenkungen für Autofahrten über den Großen Belt den Passagierzuwachs bei den Staatsbahnen weiter bremsen würden. Sehr gut laufe das Geschäft für die DSB bei den Fahrten zu Sonderpreisen, den Orange-Tickets. Es gab ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Plus von 500.000 mehr Reisen im Regional- und Fernverkehr, insgesamt 75,9 Millionen im Gesamtjahr 2017, geht vor allem auf die erhöhte Nachfrage bei Fahrten mit Sonderpreisen zurück. Große Hoffnungen setze man in den Einsatz neuer elektrischer Lokomotiven und -Triebwagen in den kommende n Jahren. Erste neue Elektroloks werden Ende 2020 erwartet, E-Triebwagen ab 2013.

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