Niederlande: Präsentation des neuen ICNG

Fotos NS.
An diesem Wochenende fand endlich die (verschobene) öffentliche Präsentation der ICNG in Rotterdam CS statt. Man musste sich im Voraus anmelden, um ein "Zeitfenster" zu bekommen. Dies geschah massenhaft; alle Zeitfenster waren belegt!






Fotos NS.
An diesem Wochenende konnten 3.500 Zugfans zum ersten Mal den neuesten Intercity der NS kennen lernen: den Intercity New Generation (ICNG). Bei der "ausverkauften" öffentlichen Präsentation auf dem Bahnsteig des Rotterdamer Hauptbahnhofs sahen die Fahrgäste, wie der 12-jährige Eisenbahnfan Thomas Bij den Dijk zusammen mit dem Lokführer Geert-Jan Buth im Beisein von Bert Groenewegen, dem amtierenden Präsidenten der NS, und Henri Poupart-Lafarge, dem CEO des Zugherstellers Alstom, den Startschuss gab. Das Ziel von NS und Alstom ist es, dass die ersten Fahrgäste noch in diesem Jahr einen fahrenden Zug besteigen können.




Fotos NS.
Der französische Zughersteller Alstom entwickelt für NS 99 dieser schnellen Intercity-Züge mit insgesamt 33.000 Sitzplätzen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern verbindet die ICNG Städte und Regionen schneller, sowohl auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke als auch auf der konventionellen Schiene. Dank seines zusätzlichen Antriebs beschleunigt dieser Zug schneller als herkömmliche Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke, was in den kleinen Niederlanden mit ihren relativ vielen Haltestellen von Vorteil ist. 20 der 99 Intercity-Züge sind auch für die belgische Strecke geeignet. Auf diese Weise kann die Verbindung nach Brüssel weiter verbessert werden, ein lang gehegter Wunsch unserer Reisenden in den Süden.
Kreuz und quer durch die Niederlande
Der Zug wird mehr und mehr Städte im ganzen Land verbinden. Dies wird in mehreren Phasen geschehen. Der Zug wird zunächst die Hochgeschwindigkeitsstrecke Amsterdam - Rotterdam - Breda befahren. Danach wird er auch (teilweise über die Hochgeschwindigkeitsstrecke) auf der Strecke Den Haag - Rotterdam - Eindhoven und auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Amsterdam und Rotterdam nach Antwerpen und Brüssel verkehren. Später soll die ICNG auch von der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Richtung Rotterdam über Amsterdam Zuid durch Zwolle nach Leeuwarden und Groningen fahren. Die ICNG wird somit für die nächsten 30 Jahre ein Wahrzeichen der niederländischen Landschaft sein.
Testprogramm
Nach vielen Runden auf der Teststrecke in der Tschechischen Republik und Stunden in Schnee und Eis in der Klimakammer in Wien hat nun das umfangreiche Test- und Trainingsprogramm in den Niederlanden begonnen. Hunderte von Triebfahrzeugführern und Zugbegleitern werden im kommenden Jahr für den Einsatz in diesem neuen Zug ausgebildet.
Bert Groenewegen, amtierender Präsident der NS: "Der Intercity New Generation wird ein wirklich schöner Zug für unsere Fahrgäste und das Flaggschiff unserer Flotte sein. Sie gibt Antworten auf die sozialen Fragen von heute. Unser Zug fährt mit Windenergie, stößt kein CO2 aus und ist energieeffizient. Auf diese Weise trägt der ICNG dazu bei, den Klimawandel zu bekämpfen und die Niederlande auch über die Grenze hinweg zugänglich zu halten. Dieser Intercity wird sich seinen Platz in der niederländischen Landschaft verdienen und Jung und Alt bequem an ihr Ziel bringen."
Henri Poupart-Lafarge, CEO Alstom: "Die Teams von NS und Alstom arbeiten intensiv zusammen, um das ICNG für die Niederlande zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse der Reisenden und der Mitarbeiter der NS, die in den Zügen arbeiten. Dies schafft ein neues Reiseerlebnis in den Niederlanden. Das Ergebnis ist ein moderner, schneller, komfortabler und zuverlässiger Zug, der auf der bewährten Technologie unserer Coradia-Plattform basiert. Diese Art von Zug ist in kurzer Zeit sehr beliebt geworden. Acht Bahnunternehmen in sieben Ländern haben sich inzwischen für diese Plattform entschieden, um ihre künftigen Mobilitätsziele zu verwirklichen. Wir sind stolz darauf, dass die NS zu ihnen gehört.
Daten des ICNG
• Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
• 33.000 Sitzplätze, Alle hintereinander Züge gestellt haben eine Gesamtlänge von mehr als 13 km
• Geeignet für niederländische und belgische Strecken sowie für die Hochgeschwindigkeitsstrecke
• (für Rollstuhlfahrer zugängliche) Toiletten
• Wifi-Zugang
• Bildschirme mit Reiseinformationen
• Getrennte Abfallsammlung
• LED-Beleuchtung mit intelligenter Lichtsteuerung
• USB-Anschlüsse und Steckdosen in der 1. und 2. Klasse
• Schiebetritte für bessere Zugänglichkeit
• Flächenbündige Türen
• Zusätzlicher Gepäckraum
Jules Draaijers, WKZ, Quelle NS




