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Dienstag, 13 Februar 2018 14:27

Österreich: Unglücksursache weiterhin unklar

Das Zugunglück in Niklasdorf, bei dem der Eurocity EC216 der Deutschen Bahn und der Regionalzug R 1708 im Bahnhofsbereich zusammengestoßen sind, hat 27 statt wie vorerst berichtet 22 verletzte Personen gefordert. Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine 58-jährige Frau aus dem Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg, die sich mit dem EC auf der Rückfahrt vom Besuch ihrer Tochter befand.

Die beiden Züge waren am Montag gegen 12.45 Uhr etwa 200 Meter vom Bahnhofsgebäude entfernt seitlich kollidiert. Der Regionalzug 1708 war nach einem Halt vom Bahnsteig 2 in Richtung Bruck/Mur ausgefahren, berichtet der Standard. Der in die entgegengesetzte Richtung fahrende EC216 fuhr beim Bahnsteig 3 durch, im Bereich einer Weiche kam es in der Folge zu einer seitlichen Kollision. Dabei wurde die Seitenwand eines Waggons der Deutschen Bahn im letzten Drittel des Zuges aufgerissen und weitere Waggons erheblich beschädigt.

Zum genauen Ablauf des Unglücks gab es vorerst keine Angaben, laut ÖBB hätte zu dem Zeitpunkt aber nur ein Zug in dem Bereich sein dürfen. Mittlerweile hat eine Untersuchungskommission des Bundesministeriums die Ermittlungen übernommen. Am Dienstag fanden Vernehmungen von Opfern und Zeugen statt. Eine Befragung der Lokführer wird erst in einigen Tagen möglich sein, da sie unter Schock stehen und psychologisch betreut werden.

Noch bis voraussichtlich Mittwoch soll die Bahnstrecke zwischen Bruck und Leoben gesperrt bleiben.

WKZ, GK, Quelle Standard

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Letzte Änderung am Dienstag, 13 Februar 2018 14:49

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