Niederlande: Fahrplan wird schrittweise um 10% gekürzt

Foto NS.
Die niederländische Eisenbahn NS wird den Fahrplan für das Jahr 2023 anpassen, um dem zu erwartenden Personalmangel besser Rechnung tragen zu können. Der Fahrplan 2023 wird erst im Dezember in Kraft treten, aber das Zugangebot wird bereits ab dem 5. September im Vorgriff auf den Fahrplanwechsel schrittweise angeglichen.
Bert Groenewegen, amtierender Vorstandsvorsitzender der NS, sagte dazu: "Wir wollen den Reisenden so gut wie möglich dienen und eine nachhaltige Zugänglichkeit ermöglichen. Der ursprüngliche Zeitplan für 2023 basiert noch immer auf dem für 2019 erwarteten starken Passagierwachstum. Die Welt sieht jetzt wirklich anders aus. Unsere Kollegen tun ihr Bestes, um den Reisenden zu dienen, und wir haben unseren Mitarbeitern viel abverlangt, zunächst durch die Arbeit während der Corona-Maßnahmen und in den letzten Monaten durch die hohe Arbeitsbelastung aufgrund des Personalmangels. Wir sehen, dass wir aufgrund des Mangels an Kollegen nicht in der Lage sind, unseren derzeitigen Dienst vollständig zu realisieren. Dies führt zu Zugausfällen, Enttäuschung bei den Fahrgästen und zu einer übermäßigen Arbeitsbelastung für unsere Kollegen. Wir suchen nach Möglichkeiten, unseren Kollegen wieder mehr Freiraum zu geben, damit sie ihre Arbeit auf normale Weise erledigen können. Dies erfordert eine Anpassung des Zeitplans."
Mit dieser Anpassung soll vermieden werden, dass sich Reisende kurz vor dem Eintreffen mit Zugausfällen auseinandersetzen müssen. Ferner soll den Kollegen im Zug und in der Planung mehr Luft gelassen werden.
Ab dem Fahrplan 2023 wird die NS zehn Prozent weniger Züge fahren als im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor Corona. Die Züge können deshalb stärker ausgelastet sein als sonst, und vor allem in den Nebenverkehrszeiten, am Abend und am Wochenende werden die Fahrgäste häufiger umsteigen müssen, als sie es jetzt gewohnt sind.
Die wichtigsten Änderungen ab dem 5. September
• An Werktagen fährt die NS vier Intercity-Züge pro Stunde, während es jetzt sechs sind.
• Der Abendfahrplan beginnt um 20.00 Uhr statt um 22.00 Uhr.
• An Wochenenden und in den Abendstunden fährt die NS Intercity-Züge und Sprinter im 30-Minuten-Takt, statt wie bisher im 15-Minuten-Takt.
Die wichtigsten Änderungen ab dem 11. Dezember
• In der Hauptverkehrszeit am Freitag wird die NS auf einer Reihe von Strecken Intercity-Züge im 30-Minuten-Takt verkehren lassen, während dieser jetzt alle 15 Minuten gilt.
• Auf der Strecke Arnheim - Utrecht - Schiphol - Rotterdam lässt die NS weiterhin 4 Züge pro Stunde fahren (Stand: 5. September)
• Auf der Strecke Eindhoven - Amsterdam fährt NS von Montag bis Donnerstag wieder alle 10 Minuten einen Zug (statt alle 15 Minuten)
• Auf dem Abschnitt HSL - Breda - Rotterdam fährt die NS 3 Züge pro Stunde, statt 5 Züge pro Stunde
• In den verkehrsschwachen Zeiten, abends und an Wochenenden wird die NS Intercity- und Sprint-Züge im Halbstundentakt statt wie bisher alle 15 Minuten fahren.
• Der Abendfahrplan beginnt um 20.00 Uhr, statt um 22.00 Uhr
Jules Draaijers, WKZ, Quelle NS




