english

Montag, 19 Februar 2018 09:17

Frankreich: Beginn der Verhandlungen zur Eisenbahnreform

Wenige Tage nach der Vorstellung des Spinetta-Berichts zur Zukunft der Eisenbahn empfing Premierminister Edouard Philippe heute Morgen (19.02.18) die Leitung der SNCF für die erste Konsultationsphase. Auch die Gewerkschaften sowie Vertreter von Nutzern und Regionen werden empfangen. Die Methode und der Zeitplan der Reform werden Ende des Monats bekannt gegeben.

In Matignon war für 8.00 Uhr ein erstes Treffen mit Guillaume Pepy, Präsident der Gruppe und PDG (Präsident-Generaldirektor) von SNCF Mobilités, Frédéric Saint-Geours, Präsident des Aufsichtsrats, und Patrick Jeantet, PDG der SNCF Réseau, geplant. Die vier Gewerkschaften, die die SNCF vertreten (CGT, Unsa, SUD und CFDT), werden separat beim Verkehrsministerium empfangen. Edouard Philippe wird im Laufe der Woche noch mit Vertretern von Nutzern und der Regionen zusammentreffen. Anschließend werden am 26. Februar die Methode und der Zeitplan für die Reform des Eisenbahnsektors geklärt.

Zu den im Spinetta-Bericht genannten Zielen gehören die Umwandlung der beiden Hauptkomponenten des Unternehmens, SNCF Mobilités und SNCF Réseau, von "öffentlichen Industrie- und Handelsunternehmen" (Epic) in "öffentlich-rechtlichen Aktiengesellschaften" (SA) und das Ende des Status der Eisenbahnarbeiter bei Neueinstellungen.

Am Sonntag sah Verkehrsministerin Élisabeth Borne gegenüber der Presse "dringenden Handlungsbedarf" zu einer Reform, während die CGT aufgrund der "Sabotage der französischen Eisenbahnen" die rund 150.000 Beschäftigten der SNCF am 22. März zur Mobilisierung aufforderte. Am 22. März wollten auch Beamte gegen die Reform des öffentlichen Dienstes auf die Straße gehen. Auch die Gruppierung La France insoumise von Jean-Luc Mélenchon sprach sich gegen eine "Privatisierung unseres Eisenbahnsystems" aus.

WKz, Quelle Le Figaro, Europe 1

Zurück

Letzte Änderung am Montag, 19 Februar 2018 09:25

Nachrichten-Filter