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Dienstag, 20 Februar 2018 07:08

Polen: Woiwodschaft will 160 Mio. PLN für SKM-Züge geben, PKP lehnt aber ab

Die Woiwodschaft Pomorskie ist bereit, 160 Mio. PLN (39 Mio. Euro) für den Kauf neuer Züge für PKP SKM im Austausch gegen Anteile an der Gesellschaft zu stellen. Wenn die Aktionäre von SKM diesem Vorschlag zustimmen würden, hätte die Woiwodschaft eine Mehrheitsbeteiligung und einen größeren Einfluss auf ihre Eisenbahn. PKP, die derzeit die größte Beteiligung an SKM hält, ist an dem Vorschlag aber nicht interessiert.

Szybka Kolej Miejska w Trójmieście Sp. z o.o. (SKM) ist der Betreiber der Stadtschnellbahn in der Dreistadt Gdańsk (Danzig), Sopot (Zoppot) und Gdynia (Gdingen). Die Gesellschaft erhält von der Europäischen Union 50 % der Mittel für den Kauf von zehn neuen Zügen, die bis zu 320 Mio. PLN kosten können. Allerdings muss SKM die fehlende Hälfte des Betrags finden. Die Behörden der Woiwodschaft Pomorskie als Organisator des Eisenbahnverkehrs in der Region sind bereit, SKM zu helfen.

"Wir können uns finanziell engagieren. Wir werden den fehlenden Betrag in einigen Jahren hinzufügen, aber dafür wollen wir einen größeren Anteil an der Transportfirma haben", sagte Marschall Mieczysław Struk gegenüber der Presse. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 161 Mio. PLN. Den größten Anteil mit 68% hält die Polnische Staatsbahn PKP. Die Selbstverwaltung der Woiwodschaft besitz dagegen nur etwas mehr als 10 % der Anteile, der Rest verteilt sich auf die drei Städte.

Wenn die Idee der Woiwodschaft in Kraft treten würde, würde sie Mehrheitsaktionärin von SKM werden und damit einen größeren Einfluss auf das Unternehmen erhalten. Der derzeitige Mehrheitsaktionär PKP ist daran jedoch nicht interessiert.

Wie der derzeitige Hauptaktionär gegenüber dem Portal Trojmiasto.pl betont, ist PKP SKM in der Lage, neue Züge ohne finanzielle Unterstützung der lokalen Regierung zu kaufen. Die Finanzierung neuer Züge würde durch Eigenfinanzierung und Anleihen oder einem Darlehen erfolgen. Diese sollten durch einen langfristigen Transportvertrag abgesichert werden, der für diese Art von Projekten Standard ist.

Die Situation ist jedoch festgefahren, da die Woiwodschaft erst dann einen 10-Jahres-Vertrag unterzeichnen will, wenn sie Mehrheitsgesellschafter von SKM ist.

WKZ, Quelle Trojmiasto.pl

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Letzte Änderung am Montag, 19 Februar 2018 18:47

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