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Freitag, 16 September 2022 10:00

Spanien: Südlicher Zugang zum Hafen Barcelona wird Ende des Jahres abgeschlossen

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Fotos Hutchison Ports Best.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen von Hutchison Ports Best in Barcelona betonte die Ministerin für Verkehr, Mobilität und die städtische Agenda, Raquel Sánchez, dass der Bau der neuen Straßen- und Schienenzufahrten zum südlichen Bereich des Hafens mit einer Investition von 600 Mio. EUR voraussichtlich vor Ende des Jahres abgeschlossen werden kann.

"Die Arbeit wird regelmäßig und unermüdlich fortgesetzt. Die Früchte beginnen zu tragen, und wir gehen davon aus, dass das Basisprojekt vor Ende des Jahres abgeschlossen sein wird", erklärte die Ministerin.

Der Bau der neuen südlichen Zufahrten, die nach den Worten der Ministerin unerlässlich sind, um das maximale Potenzial des Hafens von Barcelona zu erreichen, wird dazu beitragen, den Anteil der Güter, die per Bahn ein- und ausgehen, zu verdoppeln, der derzeit bei 15 % liegt. Nicht umsonst besteht das Ziel darin, den Eisenbahnknotenpunkt zu stärken, der im katalanischen Hafen entstehen soll.

Zusammenarbeit und Konsens

Das Projekt zum Bau der südlichen Zufahrten ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen von Adif, Puertos del Estado und Ferrocarrils de la Generalitat. "Ich will Ihnen nicht verschweigen, dass wir mit Engpässen zu kämpfen hatten, die zu Verzögerungen bei der Ausführung des Haushaltsplans geführt haben. Aber ich kann Ihnen auch sagen, dass wir dabei sind, diese Situation umzukehren, und dass Katalonien in der ersten Jahreshälfte beim Investitionsvolumen in ganz Spanien führend war, auch im Hafensektor", erklärte die Ministerin.

Die Ministerin hob hervor, dass der Hafen von Barcelona seine Position als eine der wichtigsten Antriebskräfte der katalanischen und spanischen Wirtschaft gefestigt hat. "Wenn Spanien heute an der Spitze des Containerverkehrs in der Europäischen Union steht, so ist dies der Initiative von Häfen wie Barcelona zu verdanken, die im Jahr 2021 ein Wachstum von fast 20 % verzeichneten. Heute kann er sich rühmen, einer der wichtigsten Umschlagplätze im Mittelmeerraum zu sein", versicherte Raquel Sánchez, die ihre Rede nutzte, um die Bedeutung der Zusammenarbeit und des Konsenses zwischen den Institutionen "bei der Entwicklung dieser Infrastrukturen, die für die Ankurbelung unserer Wirtschaft so wichtig sind", hervorzuheben.

Stärkung der Eisenbahn

Als Beispiel nannte die Ministerin den Ausbau der Anlagen des Terminals Best de Hutchison in Barcelona, der im Mai begonnen hatte und mit dem die wachsende Nachfrage im Güterverkehr aufgefangen werden soll. So werden der Best-Bahnhof und das Terminal C einen der leistungsstärksten Knotenpunkte des Mittelmeerkorridors bilden, der eine effiziente und nachhaltige Anbindung des Hafens, der Zona Franca, des Industriegebiets Pratenc und der Industrie in Baix Llobregat und im Süden Barcelonas ermöglicht.

Die Förderung der Anbindung der Häfen an die Schiene und die Modernisierung der Hafenterminals sind Teil der Strategie Mercancías 30, um den Marktanteil des Schienengüterverkehrs in Spanien zu verdoppeln, der derzeit nur 5 % des Landgüterverkehrs ausmacht.

Ziel sei es, so die Ministerin, den Schienengüterverkehr als Rückgrat multimodaler Logistikketten bis 2030 auf 10 % zu verdoppeln. Um dies zu erreichen, sind die Häfen von entscheidender Bedeutung, da mehr als 50 % des Schienengüterverkehrs in Spanien in den Häfen ihren Ausgangs- oder Zielpunkt haben.

Sánchez betonte auch, dass die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen und der Privatinitiative sowie die Koordinierung zwischen Adif und den Hafenbehörden ebenso wichtig sind wie die Infrastrukturen. Im Fall des Hafens von Barcelona hat diese Zusammenarbeit zur Gründung der gemeinsamen Gesellschaft Train Port Barcelona geführt, die das Logistik-Terminal und die von La Llagosta, El Morrot und Can Tunis betreiben wird. Dafür hat das Ministerium 1 Mrd. EUR aus dem Plan zur Wiederbelebung, Umgestaltung und Widerstandsfähigkeit (PRTR) für die Verbesserung der Terminals und den Ausbau der Verbindungen zwischen Bahn und Hafen bereitstellt.

WKZ, Quelle Mitma

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