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Donnerstag, 22 Februar 2018 07:00

Österreich: Gleichenfeier für den neuen Alpenbahnhof in St. Pölten

Verkehrs-Landesrat Karl Wilfing und NÖVOG-Geschäftsführer Gerhard Stindl luden am Mittwoch zur Gleichenfeier für das Großprojekt „Betriebsstätte Alpenbahnhof“. „Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten haben wir einen wichtigen Meilenstein zur Fertigstellung der Anlage erreicht. Wir investieren hier ganz bewusst 14,7 Millionen Euro und starten so in eine neue Ära für die NÖVOG und unsere Mariazellerbahn.

Gleichzeitig kurbeln wir mit diesen Investitionskosten die Bauwirtschaft an und generieren rund 200 Arbeitsplätze“, erklärt Wilfing, der in Niederösterreich auch für den Arbeitsmarkt zuständig ist.

Neben den Büroräumlichkeiten, die bisher über die Stadt verstreut waren, entstehen derzeit am Alpenbahnhof eine Werkstätte, Verschubmöglichkeiten, eine Waschanlage und eine Lackiererei. „Wir versprechen uns sehr viel von diesem Bauvorhaben. Ihm kommt für das Land Niederösterreich eine große Bedeutung zu. Dass so wie hier verschiedene Nutzungsmöglichkeiten unter einem Dach kombiniert werden, wird sich als erfolgreiches Zukunftsmodell erweisen“, erklärt NÖVOG-Geschäftsführer Stindl.

Entworfen wurde die neue Betriebsstätte von Architekt Gerhard Moßburger, der bei der Konstruktion besonders auf ein stimmungsvolles Gesamtbild der verschiedenen Elemente geachtet hat: „Aus der Nutzung der Anlage als Unterbringungsort von Zügen leiten sich zwingend langgestreckte, flache Baukörper ab. Insgesamt ist der Außenauftritt der Anlagen mit wenig ausgesuchten Materialien ein funktionell-bescheidener“, so Moßburger zu der Bauweise.

„Der Plan war es, die Mariazellerbahn innerhalb von zehn Jahren auf den neuesten Stand zu bringen, daher haben wir auch insgesamt rund 150 Millionen Euro in die Ertüchtigung der beliebten Bahn investiert. Mit dem Bau einer neuen Betriebsstätte hier am Alpenbahnhof setzen wie in dieser Entwicklung sozusagen einen Schlussstein bei den Gebäudeinvestitionen. Im August beginnt die Fertigstellung innen, sodass die neue Betriebsstätte mit Jahresende bezugsfertig ist. Das war auch dringend notwendig, weil die NÖVOG mittlerweile das zweitgrößte Bahnunternehmen Österreichs ist und einen langen Weg seit der Gründung Anfang der 90er Jahre mit nur elf Mitarbeitern bewältigt hat“, führt Wilfing weiter aus. Speziell die Senkung der Betriebskosten durch den Neubau sei eine wesentliche Errungenschaft. „Künftig erspart sich die NÖVOG dezentrale Standorte in der ganzen Innenstadt verstreut und die damit verbundenen Einmietungskosten. Damit entspricht die neue Zentrale auch allen technischen Anforderungen, die ein Bahnunternehmen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben“, betont der Verkehrs-Landesrat.

Das Projekt umfasst eine Remise mit ca. 960 Quadratmetern, eine Werkstatthalle mit ca. 900 Quadratmetern, eine Lackierhalle mit ca. 400 Quadratmetern, Werkstätten mit ca. 500 Quadratmetern und einen Verwaltungstrakt mit ca. 1.800 Quadratmetern. Die neue Werkstätte besteht aus einer Fachwerkstätte für Nostalgie- und Infrastrukturfahrzeuge und einem Karosserie- und Lackierbereich (Kombigleis Schmalspur/Normalspur). Ermöglicht wird dort auch die Wartung und Reparatur der Himmelstreppe in Ausnahmefällen (51 Meter Länge), die Unterbringung der Panoramawagen und Himmelstreppen und die Wartung in Auslastungsspitzen des Betriebszentrums Laubenbachmühle. Ein Teil des Neubaus sind auch Verwaltungsräumlichkeiten, in denen die Geschäftsführung, die Verwaltung und die gesamte Administration Platz findet. Dies führt erstmalig zu einer Standortkonzentration der NÖVOG.

Pressemeldung ÖBB

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