english

Freitag, 23 Februar 2018 07:29

Belgien: Der Hafen von Lüttich sucht einen Hafenbahnbetreiber

Der autonome Hafen von Lüttich, Belgiens führender Binnenhafen und drittgrößter Binnenhafen in Europa, hat an diesem Mittwoch (21.02.18) seine Ergebnisse für das vergangene Jahr vorgestellt: Mit 21 Mio. t entspricht das Volumen nahezu den Zahlen aus dem Jahr 2008, dem letzten unter dem Einfluss der dort ansässigen vollwertigen Stahlindustrie mit zwei Hochöfen. Damit scheint die ArcelorMittal-Ära nach zehn Jahren endgültig zu Ende zu sein. Als Zeichen der Zeit blicken die Verantwortlichen nun nach einem Bahnbetreiber für den Hafenanschluss Chertal, um zu expandieren.

Während die per Wasserstraße, Bahn und Straße beförderten Mengen (21,1 Mio. t) gegenüber dem Vorjahr nur um 3 % stiegen, hat der Containerverkehr (74.431 TEU) um 31 % zugenommen. Der Umsatz des Hafens stieg um 7,45 % auf 4,4 Mio. Euro. Zu den am schnellsten wachsenden Kunden in der Bilanz gehören die CBR-Zementgesellschaften aufgrund der Erholung des Bausektors auf europäischer Ebene und der Energieversorgungskonzern Engie mit seinem Pelletwerk.

Für die zukünftige Entwicklung, verbunden mit der Ansiedlung weiterer Firmen an den Ufern der Meuse wie Lidl und Smart Value, ist die "Rückkehr" der Eisenbahn auf die Insel Monsin durch einen regionalen Bahnbetreiber geplant, einem OfP (Opérateur Ferroviaire de Proximité). Dieser soll die Züge aus Kinkempois, dem elektrifizierten Hauptgüterbahnhof der Stadt, an die nicht elektrifizierten Flussterminale anbinden. In Absprache mit Infrabel soll die Infrastruktur modernisiert werden, um zunächst die Verbindungen nach Monsin, dann nach Chertal und Trilogiport zu erleichtern. Die Verhandlungen zwischen den verschiedenen Partnern dieses Projekts sind im Gange.

WKZ, Quelle RTBF, Hafen Lüttich

Zurück

Nachrichten-Filter