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Sonntag, 06 August 2017 18:54

Österreich: Als Spitzenreiter in der Diesel-Pkw-Dichte ist Österreich noch stärker vom Diesel-Skandal betroffen

Probahn Österreich, die überparteiliche Interessensvertretung der Öffi-Nutzer, erwartet sich, dass mit der Lösung des Dieselproblems eine Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs einhergeht. Der deutsche Diesel-Gipfel vom 2. August 2017, das Sommerfest der Kumpanei, ist wie erwartet an der Realität vorbeigeschrammt. Die Automobilindustrie hat es wieder einmal geschafft und auch diese „Krise“ ohne nennenswerten Schaden überstanden! Die Autobauer haben vorsätzlich über Jahre die Konsumenten weltweit betrogen und unter dem Label „umweltfreundlicher“ Diesel Milliarden verdient. Sie kommen mit einer symbolischen Strafe von 100 Euro pro Auto davon.

Wenn es wirklich so einfach geht, dann fragt man sich doch, warum die Autobranche die ganze Dieselbetrugs-Affäre überhaupt lanciert hat. Das lässt doch nur einen alarmierenden Schluss zu: Die zwischen der hilflosen Politik und der überheblichen Autoindustrie beschlossene Maßnahme ist sicher unwirksam und technisch will oder kann man auch nicht weitergehen.

Österreich liegt bei der Diesel-Pkw-Dichte hinter Luxemburg und Frankreich an 3. Stelle. Gegenüber Deutschland ist dies sogar eine Verdoppelung der Diesel-Pkw-Dichte.

Mit dem deutschen Diesel-Gipfel-Entscheid besteht somit für Österreich mindestens doppelter Handlungsbedarf. Deutlich ist, die Automobil-branche will oder kann nicht und die Politik ist total überfordert. Medien haben Angst ihre Werbeeinnahmen zu verlieren und gefallen sich in der Rolle der Berichterstattung.

Wie gedenkt die Politik angesichts dieser beunruhigenden Situation ihre Verantwortung gerecht zu werden, um die Bürger vor gesundheitlichen und materiellen Schäden zu bewahren?

probahn ÖSTERREICH erwartet sich von der Bundesregierung eine klare, entschlossene Aussage, wie sie das Diesel-Problem in Österreich zu lösen gedenkt. Ebenso müssen Investitionen für konkrete Angebotsverbesserungen zur Attrakivierung im Öffentlichen Verkehr einhergehen.

Pressemeldung Probahn ÖSTERREICH

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