Norwegen: An 334 Bahnhöfen werden die Temperaturen gesenkt

Foto Bane NOR.
Es ist an der Zeit, den Sicherheitsgurt enger zu schnallen und den Stromverbrauch zu senken. Im Durchschnitt verbraucht Bane NOR in seinen Warteräumen etwa 40 Mio. kWh pro Jahr. Der Infrastrukturbetreiber Bane NOR erwartet, durch die Senkung der Temperatur rund 4 Mio. kWh einsparen können. Dies wird die Kosten um 13 Mio. NOK (1,2 Mio. EUR) pro Jahr senken.
"Wir müssen also sparen, wo wir können, sowohl Energie als auch Geld. Selbst wenn die Temperatur in den Warteräumen um ein paar Grad sinkt, erwarten wir, dass die Menschen für das norwegische Herbstwetter gekleidet sind. Im Vergleich zu den Außentemperaturen wird es in unseren Räumlichkeiten weiterhin angenehm warm und trocken sein", sagt Knut Øivind Ruud Johansen, Betriebsleiter bei Bane NOR Eiendom.
Die Temperatur wird von 21 auf 17 Grad gesenkt. Eine Ausnahme bilden die Gebäude, in denen die Menschen ihren Arbeitsplatz haben. Mitarbeiter in Kiosken, Cafés und Geschäften müssen eine Innentemperatur von 19-20 Grad haben.
"Wir stehen in Europa vor einer Energiekrise, in der wir sowohl den Energieverbrauch als auch die hohen Stromrechnungen senken müssen. Das wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus, und dazu wollen wir beitragen", sagt Ruud Johansen.
Aufgrund der großen regionalen Unterschiede bei den Strompreisen gibt es auch Unterschiede bei den Stromkosten in den Städten. Im Südwesten des Landes waren die Stromrechnungen in Bane NOR Eiendom besonders hoch. Im Laufe des Jahres sind die Kosten um 200-300 Prozent gestiegen.
Bane NOR hat auch die Innentemperatur der eigenen Büroarbeitsplätze und Werkstätten gesenkt, um Energie zu sparen: "Die automatischen Türen werden nun auf Winterbetrieb eingestellt, so dass die Türen nicht geöffnet sind. In den Werkstätten wird auch erwogen, die Tore mit akustischen Signalen auszustatten, wenn sie geöffnet sind. Das kann den Menschen helfen, die Türen zu schließen und Energie zu sparen", sagt Ruud Johansen.
Darüber hinaus prüft Bane NOR weitere Energiesparmaßnahmen wie die automatische Dimmung der Beleuchtung in den Gebäuden, die Nachisolierung, die Installation von Wärmepumpen und die Verwendung von Sonnenkollektoren. Außerdem soll geprüft werden, ob der Schnee im Winter geräumt werden soll, anstatt ihn auf den Bahnsteigen und Zufahrtswegen mit Heizkabeln zu schmelzen.
Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Bane Nor




