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Mittwoch, 12 Oktober 2022 10:00

Niederlande: Neuer Kollektivvertrag für NS in Kraft getreten

tarifns conducteur
Fotos NS, VVMC.

Die Mitglieder der Gewerkschaften FNV, VVMC, CNV und VHS haben dem Verhandlungsergebnis für den neuen Tarifvertrag zugestimmt. Damit ist der neue Tarifvertrag für die Kollegen der niederländischen Eisenbahn NS endgültig. 

In den letzten Wochen konnten die Mitglieder ihre Meinung zu dem Ergebnis äußern, das die Gewerkschaften und die NS am 11. September erzielt haben. Der neue CAO (Collective Labour Agreement) tritt rückwirkend zum 1. Juli 2022 in Kraft und läuft bis zum 1. Januar 2024.

Die wichtigsten Themen des neuen CAO sind: Eine Lohnerhöhung von insgesamt 8,45 % (verteilt auf 5 % im Jahr 2022 und 3,45 % im Jahr 2023) plus eine Einmalzahlung von 1.000 EUR in den Jahren 2022 und 2023 bei Vollzeitbeschäftigung, höhere Rentenbeiträge und ein Mindestlohn von 14 EUR pro Stunde. Es gibt auch Vereinbarungen für den Fall, dass die Inflation in den Jahren 2022 und 2023 die Prognose der Zentralen Planungsstelle übersteigt. Der neue Tarifvertrag enthält unter anderem Vereinbarungen über einen garantierten Kurzurlaub und die Möglichkeit für bestimmte Berufsgruppen, eine 40-Stunden-Woche einzuführen oder länger zu arbeiten.

Bert Groenewegen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von NS: "Ich bin froh, dass es einen neuen Tarifvertrag gibt, der den Kolleginnen und Kollegen in einer Zeit hoher Inflation finanziell hilft. Dies ist ein erster Schritt nach vorne, in einer schwierigen Zeit für die Kollegen und für unser Unternehmen. Gleichzeitig löst dieser Tarifvertrag aber nicht alle Probleme. Es muss mehr getan werden, um die Arbeitsbelastung zu verringern und eine weitere Ausdünnung zu verhindern. Dies sind schwierige Aufgaben. Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass wir sie lösen werden. Weil wir es müssen. Nachhaltige Mobilität ist notwendig für die Zukunft der Niederlande. Die NS sorgt seit 180 Jahren dafür, dass die Niederlande zugänglich sind, und das werden wir auch noch mindestens 180 Jahre lang tun."

Henri Janssen, Direktor FNV Spoor: "Wir sind sehr stolz. Nicht nur auf das Ergebnis, sondern insbesondere auf unsere Aktionsleiter und alle streikenden Mitglieder. Ohne sie wäre dieser Tarifvertrag nie zustande gekommen. Mit diesem CAO können wir wieder vorankommen. Die Arbeit bei NS hat an Attraktivität gewonnen. Das wird hoffentlich neue Leute anlocken, so dass das Personal entlastet werden kann und wieder mehr Züge fahren können."

Zentralvorstand VVMC: "Wir können Ihnen mitteilen, dass 74,48% unserer NS-Mitglieder abgestimmt haben, von denen 72,47% der Befragten angeben, dass sie mit dem Ergebnis der Verhandlungen einverstanden sind und mit dem endgültigen Angebot einverstanden sind. Wir werden die Geschäftsführung der NS darüber informieren und sie bitten, das Verhandlungsergebnis in einen Tarifvertrag umzuwandeln."

Bei der Gewerkschaft VHS lag der Wert der Zustimmung bei 100 Prozent: "Neben einer schönen Lohnkomponente sind auch ein Mechanismus für den Inflationsausgleich, ein klarer Zeitplan für die Rückkehr zum vollen Rentenanspruch, eine Heimarbeitszulage und Vereinbarungen über die Unerreichbarkeit Teil des neuen Tarifvertrags. Es gibt noch viel Raum für Verbesserungen. Ein ganzheitlicher Ansatz zur Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen je nach Altersphase hat sich nicht durchgesetzt. Aber mit dem, was wir jetzt haben, herrscht zumindest Frieden an der Front der Beschäftigungsbedingungen, so dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer die turbulente Zeit, in der sich das Unternehmen befindet, gemeinsam durchstehen können."

Mit dieser Zustimmung zu den Vereinbarungen ist der neue Tarifvertrag endgültig. NS wird in der kommenden Zeit an der Umsetzung der neuen Vereinbarungen arbeiten.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle NS, FNV, CNV, VHS

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