

Im Naturschutzgebiet "Naardermeer" liegt die Eisenbahnlinie Amsterdam - Hilversum - Amersfoort. Für die Tierpassage wurden dort hohle Schwellen verwendet, durch die Wildtiere hindurchgehen können.


Im Naturschutzgebiet "Naardermeer" liegt die Eisenbahnlinie Amsterdam - Hilversum - Amersfoort. Für die Tierpassage wurden dort hohle Schwellen verwendet, durch die Wildtiere hindurchgehen können.
Wie der niederländische Infrastrukturbetreiber ProRail bekannt gab, sind neun Faunapassagen am Naardermeer jetzt offiziell geöffnet. Die Passagen sind seit 2019 im Einsatz, aufgrund der Corona-Pandemie konnte damals jedoch keine offizielle Übergabe stattfinden. Harro Homan, Regionaldirektor bei ProRail, reiste am Freitag, den 7. Oktober, zusammen mit der Abgeordneten Esther Rommel von der Provinz Noord-Holand und Teo Wams, Direktor für Naturmanagement bei Natuurmonumenten, nach Naardermeer, um die Passagen zu besichtigen und sie offiziell zu öffnen.
Ältestes Naturdenkmal
Das Naardermeer ist das älteste Naturdenkmal der Niederlande. Dort leben viele Tiere, aber auch die Eisenbahn führt mitten durch. Das bedeutet einen schwierigen und gefährlichen Übergang für die Tiere. Aus diesem Grund hat ProRail im Auftrag von Natuurmonumenten und der Provinz Noord-Holand insgesamt neun Kunstbauten unter dem Gleis platziert, damit Tiere sicher überqueren können. Und das mit Erfolg: Das Monitoring zeigt, dass alle Faunapassagen rege genutzt werden.
Hohlschwellen
Mehrere Passagen wurden gebaut, damit möglichst viele verschiedene Tierarten diese nutzen können. Das Besondere sind die beiden Faunapassagen in Form von Hohlschwellen. Diese Hohlschwelle ist eine Neuheit und findet nun auch im Ausland Beachtung.
Die Hohlschwelle ist eine relativ einfache und kostengünstige Möglichkeit, Tiere erfolgreich von einer Seite der Strecke zur anderen zu führen. Das Kunstwerk stört den Fahrplan nicht und ist daher für andere Projekte freigegeben. Diese Innovation wird breiter ausgerollt.
ProRail verfügt über viel Land und ein landesweites Schienennetz. Dies wirkt bindend, kann sich aber auch fragmentierend auf den Lebensraum von Tierarten auswirken. Harro Homan erklärt: "Was wir in Naarden getan haben, ist eine Möglichkeit, diese Fragmentierung zu beseitigen und sicherzustellen, dass es immer noch eine Verbindung gibt. Viele Tiere nutzen die Passagen tatsächlich, sie erfüllen also ein Bedürfnis. Toll, dass wir mit unserer Arbeit wirklich einen Beitrag zur Lebensqualität und Nachhaltigkeit leisten können. Darauf können wir als ProRail stolz sein!"
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle ProRail