Florina liegt in der Nähe des Dreiländerecks Albanien/Griechenland/Nordmazedonien. Die Eisenbahn führte von Thessaloniki ins heute Nordmazedonische Bitola, damals Monastir, heute die zweitgrößten Stadt in Nordmazedonien. Mit der Grenzziehung von 1913 kam Bitola zur Jugoslawien, Florina ins erweiterte Griechenland.
Daraufhin wurde eine kurze Stichstrecke von Mesonission nach Florina erreichtet, der Betrieb des jugoslawischen Abschnitts blieb bis zur Anbindung von Bitola an das jugoslawische Netz in den 1930er Jahren in griechischer Hand. Der Grenzübergang blieb bis in die 1990er Jahre in Betrieb, wurde dann aber auch wegen des Namensstreits geschlossen.
In den letzten Jahren wurde die Strecke auf beiden Seiten der Grenze saniert, aber nicht in Betrieb genommen.
Die Region Florina, und vor allem auch die dortige Handelskammer fordern eine Reaktivierung des Verkehrs und den Aufbau von Logistikzentren, auch als Kompensation zur auslaufenden Lignitförderung in der Region. Nordmazedonien ist ebenfalls an dieser Strecke interessiert, diese ist eine direkte Verbindung vom Westen des Landes mit dem Hafen von Thessaloniki.
Für einen attraktiven Verkehr sind aber Investitionen in die Infrastruktur im griechischen Abschnitt erforderlich, vor allem westlich von Edessa. Erste Gespräche zwischen der Präfektur von Florina und dem EVU HellenicTrain haben stattgefunden, HellenicTrain will das Anliegen zeitnah prüfen.
Prof. Dr. Johannes Schenkel