

Fotos ProRail.
Der Zugverkehr zwischen Lelystad und Dronten wird voraussichtlich Mitte Dezember wieder aufgenommen. Was unternimmt ProRail in der Zwischenzeit, um die Gleise in Swifterbant und Umgebung zu reparieren?


Fotos ProRail.
Der Zugverkehr zwischen Lelystad und Dronten wird voraussichtlich Mitte Dezember wieder aufgenommen. Was unternimmt ProRail in der Zwischenzeit, um die Gleise in Swifterbant und Umgebung zu reparieren?
Der Schaden ist das Ergebnis des TenneT-Zwischenfalls, der sich am Freitag, dem 2. September, in der Nähe von Swifterbant ereignete. Dabei kam das Hochspannungskabel zu nahe an die Freileitung und verursachte eine Überlastung. Es wurde bereits deutlich, dass die Beseitigung aller Schäden voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern wird.
Die ersten Wochen nach dem Vorfall wurden benötigt, um den Schaden zu begutachten und Pläne für die Reparatur zu erstellen. Drei Dinge sind wichtig: Menschen, Ausrüstung und Material. All diese Dinge sind notwendig, damit die Genesung erfolgreich sein kann. Derzeit mangelt es sowohl an Personal als auch an Material. Dies bleibt eine Herausforderung.
100 Kilometer Kabel, 300 Relais
Um einen Zug von A nach B zu bringen, ist eine Menge Technik erforderlich. An all diesen Systemen sind erhebliche Schäden entstanden. Denken Sie an die Stromversorgung, Oberleitungen, Zugsicherungsanlagen, Schienen, Weichen und die IKT- und Telekommunikationssysteme.
Das Ausmaß des Schadens wird deutlich, wenn wir uns die Kabel ansehen, die ersetzt werden müssen. Auf der 7 km langen Strecke sind zwischen 80 und 100 km Kabel verlegt, die alle ersetzt werden müssen. Bei einigen Kabeln war sofort klar, dass sie gebrochen waren, bei anderen wurde dies erst nach der Messung deutlich.
Das Gleiche gilt für die Relais. Es handelt sich dabei um eine Art Schalter, der dafür sorgt, dass Signale, Weichen und Bahnübergänge mit Strom versorgt werden und somit tatsächlich funktionieren. Insgesamt werden mehr als 300 Relais überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht. Diese Arbeit ist zeitintensiv und kann nicht vor Ort durchgeführt werden.
Die IKT- und Telekommunikationssysteme wurden inzwischen vollständig überprüft und wiederhergestellt. Auch die ersten Schäden an den Freileitungskabeln wurden bereits behoben. Um die Freileitungen wieder vollständig in Betrieb zu nehmen, sind noch einige Arbeiten erforderlich: Mehrere Tragarme müssen noch ersetzt werden. Auch die Schienen werden auf einer Länge von 12 Metern erneuert.
Kreativer Prozess
Die rechtzeitige Beschaffung aller Materialien bleibt eine Herausforderung. Es wird daher nach kreativen Wegen gesucht, um trotzdem alle Teile so schnell wie möglich zu erhalten. So verwenden wir beispielsweise neben den regulären Lieferanten auch Pannenhilfsmittel, leihen uns Materialien von anderen Auftragnehmern, verwenden Materialien wieder oder greifen auf Artikel aus anderen Projekten zurück. Auf diese Weise trägt die gesamte Eisenbahnindustrie dazu bei, dass der Zug zwischen Lelystad und Dronten so schnell wie möglich wieder fährt.
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