english

Montag, 31 Oktober 2022 13:42

Norwegen/Schweden: Green Cargo stellt norwegisches Inlandsgeschäft ein

grenn
Foto Green Cargo.

Der Verwaltungsrat der Green Cargo AB hat beschlossen, das norwegische Inlandsgeschäft zu beenden, das aus drei Inlandsstrecken besteht und im 1. Quartal 2023 eingestellt wird. Die finanziellen Voraussetzungen für eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Betriebs sind nicht mehr gegeben. Die Abwicklungsentscheidung betrifft rund 30 Kunden und etwa 120 Mitarbeiter in den norwegischen Tochtergesellschaften. Die Gewerkschaften verhandeln derzeit über die Umsetzung.

Seit 2016 hat Green Cargo eine norwegische Tochtergesellschaft (Green Cargo Norge AS, Green Cargo Togdrift AS, Green Cargo Terminaltjenester), die Transporte auf drei inländischen Strecken in Norwegen durchführt. Der intermodale Verkehr hat sich mit einem guten Mengenwachstum positiv entwickelt. Leider war die Entwicklung der Kosten deutlich höher als die der Einnahmen.

"Dies ist eine schwierige, aber notwendige geschäftliche Entscheidung. Die finanziellen Voraussetzungen für den Betrieb der drei norwegischen Inlandsrouten sind nicht gegeben, nicht zuletzt angesichts des prognostizierten Kostenanstiegs, der als Auswirkung der externen Situation erwartet wird", sagt Andreas Regnell, Vorstandsvorsitzender von Green Cargo.

Steigende Kosten in Norwegen

Dazu gehören erhöhte Produktionskosten im Zusammenhang mit ungünstigen Trassen bei der Kapazitätszuweisung und produktionsbeeinträchtigenden Gleisarbeiten an Strecken und Terminals.

Gleichzeitig sind die Stromkosten für den norwegischen Frachtverkehr von Green Cargo in die Höhe geschnellt. Seit 2020 ist der Strompreis um fast 450 % gestiegen, und die Hälfte der zusätzlichen Kosten konnte aufgrund der historisch bedingten Vertragsbindung nicht im erforderlichen Umfang an die betroffenen Kunden weitergegeben werden.

"Wir hätten es vorgezogen, in Norwegen weiterzumachen. Wir haben dort 120 Mitarbeiter, die eine fantastische Arbeit leisten, und das in einem Markt, der sich grundsätzlich positiv entwickelt. Aber leider hatten wir mit steigenden Kosten zu kämpfen, die schwer zu beeinflussen sind", sagt Ted Söderholm, CEO von Green Cargo.

Schwedische Aktivitäten gestärkt

Green Cargo führt seit mehreren Jahren eine Reihe von grenzüberschreitenden Transporten zwischen Schweden und Norwegen durch. Diese Logistikaktivitäten sind von der Entscheidung, das norwegische Inlandsgeschäft zu schließen, nicht betroffen.

"Die von Green Cargo in Norwegen eingesetzten Fahrzeuge werden nun die schwedischen Aktivitäten und den weiteren Transformationsprozess des Mutterunternehmens stärken. Die zusätzlichen Lokomotiven und Waggons werden unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem schwedischen Markt erhöhen, was auch die grenzüberschreitenden Transporte nach Norwegen einschließt", sagt Ted Söderholm.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Green Cargo

Zurück

Probeabo

Nachrichten-Filter