Der Präsident der für den Ausbau der griechischen Eisenbahn zuständigen, jetzt eigenständig agierenden ErgOSE Christos Vinis und der zuständige stellvertretende Minister für Infrastruktur Giorgos Karagiannis haben dem griechischen Parlament bzw. dem zuständigen Ausschuss die Bauvorhaben für die ca. 29 km langes Strecke Rhododaphni - Rio im Westen der Peloponnes und für die Elektrifizierung der Strecke Paleopharsalos - Kalambaka in Thessalien vorgelegt.
Der Unfang der derzeit ruhenden Baumassnahmen auf der Peloponnes umfasst die Fertigstellung der Panagiopoula-Tunnels, den Bau und die Elektrifizierung einer zweigleisigen Strecke mit drei Bahnhöfen und vier Haltestellen sowie die notwendigen Telekommunikations- und Sicherungsanlagen. Gewonnen hat das knapp 130 Mio EUR (ohne MWSt.) teure Vorhaben ein Konsortium der Firmen Terna und Mytilineos, die ebenfalls die Elektrifizierung des Abschnitts Kiato - Rhododaphni durchführen. Wie es mit dem problematischen Abschnitt ab Rio durch Patras weitergeht ist weiterhin nicht klar. Rio ist der derzeit östlichste Endpunkt der meterspurigen Proastiakos-Strecke um Patras.
Das Vorhaben in Thessalien umfasst die Elektrifizierung und Installation der Telekommunikations- und Sicherungsanlagen der eingleisigen 80 km langen Strecke von Paleopharsalos nach Kalambaka mit einer Neutrassierung bei Sophades, diese Ausschreibung im Wert von ca. 52 Mio EUR (ohne MWSt.) hat die Fa. Avax gewonnen.
Beide Verträge können jetzt unterzeichnet werden, für die Bauzeit werden jeweils 36 Monate veranschlagt zuzüglich 36 Monate Garantie. Beide Vorhaben werden auch mit EU-Mittel aus der "Connecting Europe Facility - CEF 2014 – 2020" finanziert.
Prof. Dr. Johannes Schenkel