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Montag, 07 August 2017 08:38

Italien: Hätte der FSE-Lokführer des Unglückszuges nicht im Dienst sein dürfen?

Jener Lokführer, dessen Zug 554 sich am 13.06.17 angeblich eigenmächtig in Bewegung setzte und die Frontalkollision mit einem zweiten Regionalzug in der Ausfahrt des Bahnhofs Galugnano verursachte, hätte seit fünf Monaten keine Triebfahrzeuge mehr bedienen dürfen, berichtet die Zeitung "La Gazzetta del Mezzogiorno" unter Berufung auf Informationen von der ANSF, Agenzia nazionale per la sicurezza ferroviaria.

Die FSE (Ferrovie Sud Est) dementieren diesen Umstand ebenso kategorisch, wie die Sicherheitsbehörde auf dem Ablaufdatum 02.02.2017 beharrt. Laut FSE habe der Lokführer die angeblich abgelaufene Gesundheitsüberprüfung bereits im Dezember 2016 erneuert.

Die Inspekteure der ANSF beanstandeten auch, dass das Fahrzeug - ein von Trenitalia angemieteter VT Aln 668 - ohne Totmannschalter verkehrte. Daneben wird bei FSE nachgefragt, ob oder welche "dringenden Maßnahmen" das Unternehmen seit dem Unfall getroffen habe.

Es gelte derzeit als wahrscheinlich, dass der Lokführer sich im Unterwegsbahnhof zu einer Überprüfung der Bremsanlage entschlossen habe, und dass während dieser Überprüfung der Bremsdruck gänzlich abgefallen sei.

GK

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