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Donnerstag, 01 März 2018 10:34

Spanien: Lokführergewerkschaft streikt an sechs Tagen

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Fotos Renfe.

Der spanische Bahnbetreiber Renfe hat angekündigt, am morgigen Freitag (01.03.18) ein Drittel der AVE-Züge und bis zu 50% der Cercanías-Züge aufgrund eines 24-stündigen Streiks der Lokführer ausfallen zu lassen. Die Gewerkschaft Semaf hat zu sich wiederholenden Streiks am 02., 09., 11., 12., 13. und 14. März wegen der "Nichteinhaltung" des bereits vereinbarten ersten Beschäftigungsplans durch den öffentlichen Betreiber aufgerufen.

Der Streik am Freitag ist der erste innerhalb des von der Gewerkschaft Semaf für die erste Märzhälfte geplanten Mobilisierungskalenders, der weitere fünf Teilstreiks am 9., 11., 12., 13. und 14. März vorsieht. Insgesamt wird das Unternehmen 106 AVE-Züge streichen, indem es sein Angebot um 28% reduziert, einschließlich eines Teils der Züge, die zwischen Valencia und Madrid verkehren. Das geht aus der Entschließung des Ministeriums für öffentliche Arbeiten über Mindestleistungen hervor, für die bei diesen Zügen 72 % der üblichen Programmleistungen garantiert werden.

Der Streik wird auch dazu führen, dass der Nahverkehr auf bis zu 50 % gekürzt werden muss, da das Entwewicklungsministerium den Betrieb von 75 % der regulären Züge garantiert, dies jedoch nur zu Spitzenzeiten (6 bis 9 Uhr, 13.30 bis 15.30 Uhr und 18.30 bis 20.30 Uhr). Bis zum Ende des Tages wird es nur noch einen Zug von zwei Pendlerzügen geben. Bei den Regionalzügen wird der Mindestverkehr 65 % der Züge betragen, was bedeutet, dass 208 Züge in ganz Spanien ausfallen werden.

Der Grund für den Aufruf ist die Unmöglichkeit, die im Ersten Tarifvertrag der Renfe-Gruppe getroffenen Vereinbarungen umzusetzen, da das dafür ausgebildete Personal mangels Genehmigung durch das Finanzministeriums nicht eingesetzt werden kann, erklärte die Gewerkschaft. Der Mangel an Neueinstellungen hindere die Eisenbahner daran, "rechtzeitig und in der Form das zu erfüllen, was notwendig ist, damit der Beschäftigungsplan weiterhin effektiv funktionieren kann".

WKZ, Quelle Semaf, El Mundo

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