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Dienstag, 15 November 2022 10:00

Niederlande: Nahezu alle Bahnhöfe mit LED-Beleuchtung ausgestattet

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Fotos ProRail.

Im Jahr 2015 begann ProRail mit dem Austausch von Leuchtstofflampen durch LED-Lampen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie halten länger, verursachen weniger Wartungskosten und sind energieeffizienter. LED-Leuchten haben außerdem den Vorteil, dass sie gedimmt werden können. Das ist besser für die Umwelt. ProRail hat inzwischen 350 von 400 Bahnhöfen mit LED-Beleuchtung ausgestattet.

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Der erfolgreiche Abschluss des Programms trägt somit zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens bei. Projektleiter Tjebbe Ruskamp ist der Initiator des Programms: "Wir mussten immer den Nutzen von Licht gegen seine Nachteile abwägen. Mit dem Aufkommen der intelligenten LED können wir die Sichtbarkeit mit weniger Licht erhöhen. Das spart Energie, verringert die Belästigung und erhöht die soziale Sicherheit an den Bahnhöfen".

Intelligente LED

Der Einsatz intelligenter, dimmbarer LED-Beleuchtung spart 50 Prozent Energie bei der Beleuchtung der Bahnhöfe. Außerdem hält die LED viel länger. Während Leuchtstoffröhren alle zwei Jahre ausgetauscht werden müssen, halten LEDs zehn Jahre. Neben den Energiekosten lassen sich also auch große Einsparungen bei den Wartungskosten erzielen. Auf offenen Bahnsteigen wird die Beleuchtung gedimmt, wenn keine Personen anwesend sind. Das spart eine weitere Hälfte an Lichtmasten.

Enge Zusammenarbeit

ProRail arbeitete eng mit verschiedenen Parteien zusammen, um den Bahnhof für alle zugänglich zu machen. Gemeinsam mit Oogvereniging Nederland, Koninklijke Visio und einem Gremium sehbehinderter Menschen arbeitete ProRail daran, die Sichtbarkeit für Sehbehinderte zu erhöhen. Für sehbehinderte Menschen war der Unterschied zwischen Hell und Dunkel manchmal blendend. Gleichmäßige Beleuchtung ist die Lösung.

Fast fertig

In den nächsten Jahren sind Renovierungsarbeiten an rund 40 größeren Bahnhöfen geplant. Daher wird die LED-Beleuchtung dort erst später installiert werden. Es hat keinen Sinn, heute eine LED zu installieren, wenn sie morgen wieder ausgetauscht werden muss.

Gelernte Lektionen

Während des Programms erwarb Maurits Pigeaud, Ingenieur für Bahnsysteme bei ProRail, neue technische Kenntnisse über die Beleuchtung von Bahnhöfen. Dazu hat er in der Praxis viel getestet.

ProRail hat zum Beispiel herausgefunden, dass Blendung für sehbehinderte Menschen oft durch Werbetafeln verursacht wird. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle für eine gute Beleuchtung: Ein Fünfzigjähriger braucht viermal mehr Licht als ein Zwanzigjähriger.

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Alles Wissen gebündelt

Maurits: "Um den erfolgreichen Abschluss des Programms zu feiern, haben wir das gesamte Wissen in einem Buch gebündelt. In diesem Buch konzentrieren wir uns in erster Linie auf die Designer von ProRail, Ingenieur- und Beratungsbüros und Eisenbahnunternehmen. Wir hoffen jedoch, dass dieses Buch auch eine Inspirationsquelle für Fachleute in Kommunen, öffentlichen Verkehrsbetrieben und anderen Eigentümern von (halb-)öffentlichen Räumen sein wird. Auf diese Weise bleiben die im Rahmen des Beleuchtungsprogramms gewonnenen Erkenntnisse in der Branche lebendig".

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle NS

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