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Montag, 28 November 2022 09:00

Spanien: Ein neuer Intermodalbahnhof soll die Eisenbahn in Avilés besser integrieren

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Fotos Mitma.

Das Ministerium für Verkehr, Mobilität und urbane Agenda (Mitma) plant, rund 204 Mio. EUR in die Integration der Eisenbahn in Avilés (Asturien) zu investieren. Das Projekt sieht unter anderem die Verlegung der Gleise im Stadtgebiet, den Bau eines neuen Bahnhofs und die Beseitigung von Bahnübergängen vor, wie es das 2018 mit der Stadtverwaltung und dem Fürstentum unterzeichnete Protokoll vorsieht.

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Das Projekt wird in zwei verschiedenen Abschnitten durchgeführt: ein städtischer Abschnitt, in den 110 Mio. EUR investiert werden, und ein äußerer Abschnitt mit einer Investition von rund 94 Millionen Euro.

Der Generalsekretär für Infrastrukturen, Xavier Flores, besuchte am 25.11.2022 den Bereich der Eisenbahnintegration neben der Grapa-Brücke, um den Gleisbahnhof und die Umgebung der Maßnahme kennenzulernen. Der Generalsekretär wurde vom Regionalminister für ländliche Umwelt und territorialen Zusammenhalt, Alejandro Calvo, der Bürgermeisterin von Avilés, Mariví Monteserín, und der Regierungsdelegierten in Asturien, Delia Losa, begleitet.

Auch der Generaldirektor für Planung und Bewertung des Eisenbahnnetzes, Casimiro Iglesias, hat in Begleitung des Vizeministers für Infrastrukturen, Mobilität und Territorium des Fürstentums und des stellvertretenden Bürgermeisters von Avilés den Vertretern der politischen Fraktionen der Gemeinde die technische Präsentation der informativen Studie vorgenommen.

Anschließend sprach der Generalsekretär für Infrastrukturen, Xavier Flores, zu den Medien, wo er das Engagement der Regierung für die Verbesserung der Mobilität und den städtischen Wandel in der Gemeinde Avilés hervorhob.

Informative Studie über die Integration

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Die informative Studie umfasst die folgenden Maßnahmen:

• Ausbau des Zugangskorridors in iberischer Spurweite.
• Neuer intermodaler Bahnhof für beide Spurweiten, in den auch der neue Busbahnhof integriert wird.
• Untertunnelung des derzeitigen Eisenbahnkorridors durch das Stadtzentrum.
• Beseitigung aller von dem Projekt betroffenen Bahnübergänge.
• Instandhaltung des Güterbahnhofs La Maruca.

Das Integrationsprojekt wird in zwei verschiedenen Abschnitten durchgeführt, wobei der unterirdische städtische Abschnitt mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund 110 Mio. EUR Vorrang hat. Die Maßnahme am äußeren Abschnitt erfordert eine geschätzte Investition von rund 94 Mio. EUR. Diese Lösung wurde gewählt, um den gestalterischen Zwängen und den Forderungen des Stadtrats gerecht zu werden.

Urbaner Bereich

Der Generaldirektor, Casimiro Iglesias, erklärte, dass die Hauptziele im städtischen Bereich die städtische Durchlässigkeit vom historischen Zentrum bis zur Flussmündung in der Umgebung des Niemeyer-Zentrums und die Beseitigung von Bahnübergängen sind.

• Die beste Option besteht darin, eine Trasse vorzuschlagen, die die hydraulischen Infrastrukturen (Fluss San Martín, Abwasserkanal, Fluss Tuluergo) schont, ohne ihre derzeitige Konfiguration zu verändern, so dass ihr Betrieb nicht beeinträchtigt wird.
• Die Untertunnelung soll in einem städtischen Gebiet durchgeführt werden, in dem der derzeitige Eisenbahnkorridor sehr schmal ist.
• Der neue Standort des intermodalen Bahnhofs ermöglicht die Entlastung des unterirdischen Abschnitts, wobei die derzeitige Konfiguration mit nur einem Gleis für jede Spurweite beibehalten wird.
• Die hervorragende oberirdische Lage des derzeitigen Bahnhofs von Avilés sollte genutzt werden, um diesen Bereich der Stadt zu erschließen. Zu diesem Zweck werden die Bahnsteige und das derzeitige Bahnhofsgebäude verlegt, der Gleisbereich optimiert und eine neue Unterführung zwischen den Bahnsteigen gebaut.

Auf diese Weise ist die Untertunnelung mit dem direkten Fußgängerverkehr von der Altstadt zur Mündung und mit der Beseitigung des Bahnübergangs an der Avda. del Conde de Guadalhorce vereinbar.

Äußerer Bereich

Bezüglich des äußeren Abschnitts erläuterte Casimiro Iglesias, dass der Standort des intermodalen Bahnhofs von der künftigen Neuordnung eines Sonderplans abhängt, der wiederum die Trasse der Eisenbahnumgehung bestimmt. Er fügte hinzu, dass die maximalen Rampen der Strecke mit dem Güterverkehr vereinbar sein müssen und es als notwendig erachtet wird, den Sättigungsgrad der Strecke zu verringern, weshalb die Zweigleisigkeit des Abschnitts der iberischen Spurweite zwischen dem Bahnhof Villalegre und dem Neuen Intermodalen Bahnhof vorgeschlagen wird.

Neuer Intermodalbahnhof

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Der neue intermodale Bahnhof zeigt eine Lösung mit den Gleisen und Busdocks auf der unteren Ebene,  wobei eine andere Lösung denkbar ist, bei der die Busdocks auf der oberen Ebene auf der Höhe des Bahnhofsgebäudes liegen.

Es werden drei Gleise mit iberischer Spurweite eingerichtet, die in Zukunft auch für den Fernverkehr mit 200-Meter-Zügen genutzt werden können.

Das Bahnhofsgebäude (Bahn und Bus) liegt auf einer höheren Ebene als die neue Straße des Sonderplans.

Der Beginn der unterirdischen Tunnelgleise befindet sich schließlich am nördlichen Ende der Strecke an der Kreuzung der beiden Linien (iberische und metrische).

WKZ, Quelle Mitma

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