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Mittwoch, 07 März 2018 10:10

Österreich: Investitionsprojekte für die Ostregion

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In einem Pressegespräch haben Bundesminister Norbert Hofer und ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä die Investitionsprojekte für die Ostregion mit einem Gesamtvolumen von rund 670 Millionen Euro präsentiert.

Rund 40 Prozent des österreichischen Schienennetzes liegt in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Die Region zählt zu den am stärksten frequentierten Pendlerstrecken des Landes. Sehr viele der mehr als 3,7 Millionen Einwohner der Ostregion pendeln regelmäßig mit dem Zug. Ein Schwerpunkt der Investitionen fließt in Streckenservice und -sicherheit sowie Lärmschutz oder Park&Ride-Anlagen welche insbesondere in der stark frequentierten Umgebung der Ballungsräume ausschlaggebend sind, wenn es darum geht den Umstieg von der Straße auf die Schiene voranzutreiben.

Projektübersicht:

• Beim Semmering-Basistunnel nehmen 2018 die beiden Tunnelbohrmaschinen ihre Arbeit vom Fröschnitzgraben - der Mitte des Tunnels - in Richtung Gloggnitz auf. Rund ein Drittel des 27 km langen Tunnels wird im maschinellen Vortrieb gebaut. Nach der Fertigstellung des Tunnels zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag 2026 können Fahrgäste in 1:50 h von Wien nach Graz reisen.

• Bei der Pottendorfer Linie wird beim im Bau befindlichen Abschnitt Hennersdorf - Münchendorf weiter gearbeitet. Der Bahnhof Hennersdorf wird eröffnet. Beim Abschnitt Ebreichsdorf ist das Trassenauswahlverfahren abgeschlossen. Die Gesamtfertigstellung ist für 2023 geplant. Das Projekt schafft die Voraussetzungen für ein besseres Angebot im Fern- und Nahverkehr für tausende Pendlerinnen und Pendler zwischen Wien Hauptbahnhof und Wiener Neustadt.

• Beim Streckenausbau Wien - Bratislava (Abschnittsweise zweigleisiger Ausbau und die Elektrifizierung der bestehenden ÖBB-Strecke vom Bahnhof Stadlau bis zur Staatsgrenze nahe Marchegg) wird 2018 der Ausbau der S 80 bis Aspern Nord (Wr. Modul) fertiggestellt. Es starten die Arbeiten im niederösterreichischen Abschnitt mit einem Spatenstich am Bahnhof Raasdorf.

• Bei der Nordbahn - ebenfalls ein Schlüsselprojekt entlang der neuen Südstrecke - laufen die Planungen weiter. Das Projekt ermöglicht eine Fahrzeitverkürzung durch Ausbau der Strecke von Süßenbrunn bis zur Staatsgrenze und schafft die Voraussetzungen für den 15-Minuten-Schnellbahntakt zwischen Wien und Gänserndorf.

• Der Nahverkehrsausbau als Ost-West-Verbindung im Großraum Wien wird ebenfalls weiter geplant: Bei der Verbindungsbahn zwischen Meidling und Hütteldorf schreiten die Planungen voran.

Pressemeldung ÖBB (gekürzt)

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